Der Blick nach oben lohnt sich auch 2026: Das neue Jahr hält für Hobbyastronomen und Nachtschwärmer in Österreich wieder jede Menge spektakulärer Himmelsphänomene bereit.
Von Sternschnuppen-Regen über eine partielle Sonnenfinsternis bis hin zu auffälligen Planetenkonstellationen - wer zur richtigen Zeit hinschaut, wird belohnt. "Heute" liefert einen astronomischen Überblick.
Traditionell starteten die Quadrantiden ins neue Jahr. Der Meteorschwarm erreichte am vergangenen Wochenende seinen Höhepunkt - "Heute" hat berichtet. Weil der Radiant allerdings recht tief stand, blieb die Ausbeute überschaubar.
Deutlich besser stehen die Chancen im Sommer: Die Perseiden sorgen rund um den 12. August für das große Highlight. Bei optimalen Bedingungen könnten mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel ziehen - besonders nach Mitternacht.
Zum Jahresende liefern dann Leoniden und Geminiden noch einmal einen glanzvollen Abschluss - mehr dazu in der Infobox.
22. bis 23. April: Lyriden
5. bis 6. Mai: Eta Aquariden
12. bis 13. August: Perseiden
8. bis 9. Oktober: Draconiden
21. bis 22. Oktober: Orioniden
17. bis 18. November: Leoniden
14. bis 15. Dezember: Geminiden
22. bis 23. Dezember: Ursiden
Insgesamt stehen vier Finsternisse im Kalender 2026. Zwei davon können zumindest teilweise auch von Österreich aus beobachtet werden. Am 12. August kommt es zu einer partiellen Sonnenfinsternis, die in ganz Österreich sichtbar ist. Sie findet in den Abendstunden statt, der Höhepunkt liegt gegen 20 Uhr, dabei wird die Sonne zu rund 80 Prozent bedeckt.
Eine totale Sonnenfinsternis ist am selben Tag nur in Spanien und Island zu sehen.
Kurz darauf folgt eine partielle Mondfinsternis am 27. bzw. 28. August. Diese beginnt in den frühen Morgenstunden gegen 4.33 Uhr, erreicht ihre maximale Verfinsterung aber erst nach dem Monduntergang.
Nicht sichtbar bei uns sind leider die ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar sowie die totale Mondfinsternis am 3. März.
Auch die Planeten zeigen sich 2026 besonders fotogen. Venus wird ab Februar zum strahlenden Abendstern im Westen. Am 15. August steht sie am weitesten von der Sonne entfernt und ist bis kurz vor Mitternacht sichtbar.
Ab Oktober verabschiedet sie sich vom Abendhimmel, taucht aber ab Mitte November wieder am Morgenhimmel auf.
Merkur lässt sich rund um den 19. Februar am Abendhimmel erspähen, ein weiteres Zeitfenster gibt es um den 20. November am Morgen.
Saturn steht zu Jahresbeginn noch am Abendhimmel, wechselt im Mai an den Morgenhimmel und ist im Oktober die ganze Nacht sichtbar. Schon mit einem kleinen Teleskop lassen sich seine Ringe erkennen.
Zwar sind Polarlichter in Österreich eher unwahrscheinlich, doch mit Sternschnuppen, Finsternissen und markanten Planetenstellungen hat das Jahr 2026 für Himmelsfans mehr als genug zu bieten.