Kochendes Wasser vermutet

Weltall – Außerirdisches Leben in heißen Mond-Ozeanen?

Unter dem Eis kleiner Monde wie Enceladus oder Miranda könnten Ozeane brodeln - das zeigt eine neue Studie über mögliche außerirdische Lebensräume.
Bernd Watzka
02.01.2026, 08:53
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die äußersten Ecken unseres Sonnensystems könnten lebendiger sein, als wir bisher dachten. Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in "Nature Astronomy", zeigt: Unter der Eiskruste einiger kleiner Monde könnten sich kochende Ozeane verbergen - angetrieben durch extreme Druckverhältnisse und Wärme aus dem Inneren.

Siedendes Wasser unter der Oberfläche

Betroffen sind vor allem kleine, eisbedeckte Monde wie Enceladus und Mimas (Saturn) oder Miranda (Uranus). Forscher der University of California haben simuliert, was passiert, wenn sich unter der Eisschicht flüssiges Wasser bildet - und dabei festgestellt, dass der Druck so stark abfallen kann, dass das Wasser zu sieden beginnt.

Geologische Phänomene

"Es ist möglich, dass unter der Eisdecke Bedingungen herrschen, bei denen Wasser, Eis und Dampf gleichzeitig existieren", erklärt Studienleiter Max Rudolph. Das könnte geologische Phänomene wie Risse, Grate oder die berühmten "Tigerstreifen" auf Enceladus erklären.

Verborgenes Innenleben

Sogar der Mond Mimas, der lange als geologisch tot galt, könnte einen Ozean besitzen - trotz seiner kraterübersäten Oberfläche, die eher an einen Meteoriten erinnert. Die Bewegung des Mondes deute jedoch auf ein verborgenes Innenleben hin, so Rudolph.

Es gilt: Je kleiner der Mond, desto höher die Chance auf brodelndes Wasser: Größere Monde wie Titania hätten so hohen Druck, dass die Eisschicht reißen würde, bevor das Wasser sieden könnte.

Außerirdische Lebensformen möglich

Die Erkenntnisse helfen nicht nur, die Geologie dieser fernen Welten zu verstehen, sondern liefern auch Hinweise darauf, wo außerirdisches Leben möglich sein könnte. Fakt ist:
Was aussieht wie gefrorene Felsen im All, könnte brodelnde Ozeane in sich tragen - und vielleicht sogar Leben.

{title && {title} } bw, {title && {title} } Akt. 02.01.2026, 09:07, 02.01.2026, 08:53
Jetzt E-Paper lesen