Droht im heurigen Sommer der nächste Hitzerekord? Der britische Wetterdienst Met Office warnt: 2026 wird voraussichtlich erneut eines der heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur dürfte zwischen 1,34 und 1,58 Grad über dem Niveau von 1850 bis 1900 liegen - im Mittel bei 1,46 Grad.
Damit wäre 2026 bereits das vierte Jahr in Folge mit einer Erwärmung über 1,4 Grad. 2024 war mit 1,55 Grad bislang das wärmste Jahr überhaupt - erstmals wurde damit die kritische 1,5-Grad-Grenze vorübergehend überschritten. 2025 liegt laut Copernicus-Daten bisher auf Rang zwei - gleichauf mit 2023.
"Unsere Prognose zeigt, wie nah wir dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens bereits gekommen sind", warnt Nick Dunstone vom Met Office. Auch Wetterexperte Adam Scaife spricht von einem gefährlichen Trend: "Die letzten Jahre lagen alle über 1,4 Grad - 2026 wird das wohl fortsetzen."
Das Pariser Abkommen von 2015 hatte ein Ziel: Die Erderwärmung soll möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden. Doch dieses Ziel gerät zusehends außer Reichweite. Laut UN müssten die weltweiten Emissionen bereits vor 2025 ihren Höchststand erreicht haben - und bis 2030 um 43 Prozent sinken.
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen fordert nun eine radikale Wende: weniger Emissionen, nachhaltige Ernährung, mehr Kreislaufwirtschaft und die Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme. Denn eines ist klar: Wer das 1,5-Grad-Ziel verfehlt, riskiert mehr Extremwetter, wirtschaftliche Schäden - und Menschenleben.