Temperatur-Trend nach oben

Erderwärmung – 2026 drohen neue Rekordwerte

Britische Meteorologen warnen: Die globale Durchschnittstemperatur wird im heurigen Jahr 2026 um 1,4 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen.
Bernd Watzka
02.01.2026, 08:01
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Droht im heurigen Sommer der nächste Hitzerekord? Der britische Wetterdienst Met Office warnt: 2026 wird voraussichtlich erneut eines der heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur dürfte zwischen 1,34 und 1,58 Grad über dem Niveau von 1850 bis 1900 liegen - im Mittel bei 1,46 Grad.

Viertes Jahr in Folge mit Plus von mehr als 1,4 Grad

Damit wäre 2026 bereits das vierte Jahr in Folge mit einer Erwärmung über 1,4 Grad. 2024 war mit 1,55 Grad bislang das wärmste Jahr überhaupt - erstmals wurde damit die kritische 1,5-Grad-Grenze vorübergehend überschritten. 2025 liegt laut Copernicus-Daten bisher auf Rang zwei - gleichauf mit 2023.

Pariser Klimaabkommen in Gefahr

"Unsere Prognose zeigt, wie nah wir dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens bereits gekommen sind", warnt Nick Dunstone vom Met Office. Auch Wetterexperte Adam Scaife spricht von einem gefährlichen Trend: "Die letzten Jahre lagen alle über 1,4 Grad - 2026 wird das wohl fortsetzen."

Emissionen müssten bis 2030 sinken

Das Pariser Abkommen von 2015 hatte ein Ziel: Die Erderwärmung soll möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden. Doch dieses Ziel gerät zusehends außer Reichweite. Laut UN müssten die weltweiten Emissionen bereits vor 2025 ihren Höchststand erreicht haben - und bis 2030 um 43 Prozent sinken.

UNO fordert radikale Kehrtwende

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen fordert nun eine radikale Wende: weniger Emissionen, nachhaltige Ernährung, mehr Kreislaufwirtschaft und die Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme. Denn eines ist klar: Wer das 1,5-Grad-Ziel verfehlt, riskiert mehr Extremwetter, wirtschaftliche Schäden - und Menschenleben.

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