Jesus Christus war der Messias, Sohn Gottes sowie nicht zuletzt Namensgeber einer Weltreligion. Ein weiterer Punkt wird dabei leicht vergessen: Jesus war auch ein engagierter Umweltschützer - in einer Art und Weise, die ihn aus heutiger Sicht zum Klimaschützer macht.
Aktiver Einsatz für Umweltschutz
Belege für Jesu unermüdlichen Kampf für den Umweltschutz liefert das Neue Testament zuhauf. Wir haben fünf besonders aussagekräftige Stellen herausgesucht - allesamt sind sie Appelle für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Fünf Hinweise auf Jesus Christus als Umweltschützer
1
Römer (8:19-22)
Die Schöpfung sei der "Vergänglichkeit unterworfen", doch habe sie "Hoffnung, dass sie frei werde", steht in der Bibel. "Sie seufzt und liegt in den Wehen". Die "seufzende" Schöpfung könnte als Vorwegnahme der Klimakrise gedeutet werden – und unterstreicht die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur.
2
Bergpredigt (Matthäus 6:26-30)
Jesus spricht über die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes, die ohne Sorgen leben und dennoch von Gott versorgt werden. Diese Passage betont Gottes Fürsorge für alle Kreaturen und kann als Aufruf zu einer naturnahen, nachhaltigen Lebensführung verstanden werden.
3
Schöpfungsliebe (Johannes 1:3)
"Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist." Diese Aussage unterstreicht, dass Jesus an der Schöpfung beteiligt war und somit eine besondere Verbindung zur gesamten Schöpfung hat – und daher implizit einen Schutz von Fauna und Flora fordert.
4
Tempelreinigung (Johannes 2:13-16)
Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel, die Tiere zum Verkauf anbieten. Dies kann als Hinweis auf Jesu Missbilligung der Ausbeutung von Tieren und der Natur für kommerzielle Zwecke gesehen werden – heute ein Grundanliegen der Klima-Aktivisten. Römer (8:19-22)
5
Sorge um die Schwachen (Matthäus 25:40)
"Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Diese Aussage kann auf die Verantwortung hinweisen, sich um alle Geschöpfe Gottes zu kümmern, einschließlich der Tiere und Pflanzen – Stichwort Bio-Diversität.
Auch der ernannte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl will einen "Beitrag zum Umweltschutz und zur Schöpfungsbewahrung" leisten. "PV-Anlagen auf Pfarrhausdächern, nachhaltige Heizsysteme, mit dem Rad zur Kirche fahren, Mehrweggeschirr bei Pfarrfesten, Second-Hand-Produkte bei Pfarrflohmärkten, Fairtrade-Lebensmittel bei Festen", nennt der Geistliche auf "Heute"-Anfrage als Beispiele.