Bis zu 120 Meteore pro Stunde

Das Wochenende bringt ein Sternschnuppen-Feuerwerk

In der Nacht auf Sonntag gibt es ein besonderes Schauspiel am Himmel. Die Quadrantiden sorgen für ein beeindruckendes Sternschnuppen-Feuerwerk.
03.01.2026, 07:00
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Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, wartet in der kommenden Nacht ein spektakulärer Blick an den Himmel: Die Quadrantiden gehören zu den eindrucksvollsten Meteorströmen des Jahres und können unter idealen Bedingungen mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde liefern.

Charakteristisch sind ihre besonders hellen Feuerkugeln - ein kurzes, aber intensives Naturschauspiel.

Lange Zeit galt die Herkunft der Quadrantiden als Rätsel. Erst 2003 identifizierte der Astronom Peter Jenniskens den Asteroiden 2003 EH1 als ihren Mutterkörper. Dieser steht möglicherweise in Verbindung mit dem Kometen C/1490 Y1, der vor rund 500 Jahren von chinesischen, japanischen und koreanischen Astronomen dokumentiert wurde.

Sollte sich diese Verbindung bestätigen, wären die Quadrantiden - neben den Geminiden - einer der wenigen großen Meteorströme, die nicht von einem Kometen, sondern von einem Asteroiden stammen.

Der sogenannte Radiant, also der Punkt am Himmel, aus dem die Sternschnuppen scheinbar hervorgehen, befindet sich nahe dem Deichselstern des Großen Wagens, am Rand des Sternbilds Bootes, das auch als Bärenhüter bekannt ist.

Die feinen Staubteilchen verglühen dabei in etwa 90 Kilometern Höhe über der Erde.

Die Aktivität der Quadrantiden erreicht jedes Jahr zu unterschiedlichen Zeiten ihren Höhepunkt - und dieser ist meist nur von kurzer Dauer. In der Spitze können bis zu 120 Meteore pro Stunde beobachtet werden.

Der stärkste Moment wird am Samstagabend gegen 22 Uhr erwartet, allerdings steht der Radiant zu diesem Zeitpunkt noch sehr tief über dem Horizont. Zusätzlich erschwert der Vollmond die Sicht. Erst nach Mitternacht steigt der Ursprungspunkt höher, wodurch die Chancen auf sichtbare Sternschnuppen deutlich besser werden.

Wer sein Glück versuchen möchte, sollte vor allem in den Stunden vor Sonnenaufgang am Sonntag (4. Jänner) nach oben blicken. Zwar nimmt die Aktivität dann meist auf etwa 60 Meteore pro Stunde ab, dafür sind einzelne besonders helle Erscheinungen möglich. Entscheidend ist der richtige Beobachtungsort: möglichst dunkel, fernab von künstlichen Lichtquellen, idealerweise am Land oder in den Bergen.

"Begeben Sie sich an einen lichtarmen Ort. Lassen Sie Ihren Augen 15-20 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Sorgen Sie für freie Sicht nach oben und in die Richtung des Radianten", raten die Experten der Seite "Timeanddate".

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