Am Freitag hob die SpaceX-Mission Crew-12 zur Internationalen Raumstation ISS ab - mit einer besonderen Begleiterin an Bord.
US-Astronautin Jessica Meir nahm nämlich einen Plüschhasen ihrer Tochter mit ins All und sorgte damit schon vor dem Start für emotionale Momente.
Gestartet wurde die Mission mit einer Falcon-9-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Nach einer kurzen Zwangspause wegen erhöhter Windgeschwindigkeiten gab die US-Flugaufsicht FAA gemeinsam mit der NASA wieder grünes Licht für die Rakete.
SpaceX hatte zuvor "technische und organisatorische Präventivmaßnahmen" zugesagt, nachdem eine zweite Raketenstufe nach einem früheren Start eine "Störung" erlitten hatte.
Mit an Bord der Crew-12 sind neben Meir die Astronauten Jack Hathaway (USA), Sophie Adenot (Frankreich) und der russische Kosmonaut Andrej Fedjaew.
Die vier werden die derzeit stark verkleinerte Besatzung der ISS verstärken. Seit einer medizinisch bedingten Rückkehr der vorherigen Crew halten dort nur noch der US-Astronaut Chris Williams sowie die russischen Kosmonauten Sergej Kud-Swertschkow und Sergej Mikajew die Stellung.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte jedoch ein kleines, flauschiges Crewmitglied. "Ich habe einen kleinen Stoffhasen, der meiner dreijährigen Tochter gehört", sagte Meir vor dem Start.
Das Kuscheltier soll während der Mission eine ganz eigene Rolle übernehmen: Der Hase werde auf der ISS "ständig Abenteuer" erleben und Fotos nach Hause schicken.
Ihre Tochter habe noch einen zweiten Hasen geschenkt bekommen, der "hier unten bei ihr bleiben wird".
Persönliche Gegenstände sind bei ISS-Missionen erlaubt und sollen Astronautinnen und Astronauten während der langen Zeit fernab der Erde emotional unterstützen.
Die Vorbereitung auf die Mission ist für Meir auch privat eine Herausforderung. Die Astronautin muss ihre Tochter monatelang zurücklassen - eine Belastung, die sie offen anspricht.
Acht Monate getrennt zu sein sei schwierig, "besonders, weil sie noch so jung ist".
Gleichzeitig hofft sie, dass ihre Tochter später verstehen wird, "dass diese Abwesenheit sinnvoll war, denn es war ein Abenteuer, an dem sie teilhaben durfte und an das sie sich erinnern wird, und hoffentlich wird es sie und andere Menschen auf der ganzen Welt inspirieren".