Heute Abend solltest du unbedingt einen Blick nach oben wagen. Um genau 23:09 Uhr erreicht der Vollmond seinen Höhepunkt und zeigt sich in voller Pracht. Laut 20 Minuten ist das bereits der zweite von insgesamt 13 Vollmonden im Jahr 2026 - also ein echtes Ausnahmejahr.
Normalerweise gibt es pro Monat einen Vollmond. Der Mond braucht für eine Runde um die Erde etwa 29,5 Tage. Das ergibt in einem Jahr zwölf komplette Mondzyklen - also 354 Tage. Ein Kalenderjahr dauert aber 365 oder in einem Schaltjahr sogar 366 Tage. Dadurch kommt es, dass wir alle zwei bis drei Jahre einen 13. Vollmond erleben dürfen.
Die Wetterlage spielt diesmal nicht überall mit, aber mit etwas Glück kannst du den Schneemond trotzdem erspähen. Im Westen Österreichs könnten sich die Wolkenfelder am ehesten auflockern.
Besonders im Bergland von Vorarlberg bis zu den Tauern sind die Chancen auf freie Sicht sehr gut. In einigen Regionen, wie etwa in Wien, bleibt es weitgehend trocken, wobei die Bewölkung nur vereinzelt Blicke auf die Sterne zulässt.
Der Vollmond im Februar wird Schneemond genannt, weil in diesem Monat oft besonders viel Schnee fällt. Der Name kommt ursprünglich aus Nordamerika. Dort sprechen die Ureinwohner vom "Snow Moon".
Manchmal hört man auch den Namen Hornung für den Schneemond. Es gibt dazu zwei Theorien: Die eine bezieht sich darauf, dass Rothirsche im Februar ihr Geweih abwerfen. Die andere erklärt, dass der Februar wegen seiner Kürze im Alt- und Mittelhochdeutschen "hornunc" genannt wurde, was so viel wie Bastard heißt.
Die heutige Nacht stellt auch für Popstar Peter Gabriel eine besondere dar. Der Sänger hat angekündigt, stets an Vollmondnächten neue Musik zu veröffentlichen. "Put The Bucket Down" ist der zweite Vorbote zu seinem Album "i/o", welches noch heuer erscheinen soll.
Falls du den Schneemond heute verpasst, bekommst du schon am 3. März die nächste Chance. Dann erscheint der sogenannte Wurmmond um 12:37 Uhr.
Auch dieser Name stammt von den nordamerikanischen Ureinwohnern: Mit der Schneeschmelze kommen die ersten Regenwürmer wieder an die Oberfläche und werden von den Vögeln gefressen.