Wie bereits bei seinem 2023 erschienenen Album "i/o", wird Peter Gabriel auch in diesem Jahr zu jedem Vollmond einen neuen Song veröffentlichen. Gerade erst ist mit "Been Undone" der erste Vorbote zu seinem neuen Album "o\i" erschienen.
Wie viele Songs das Album am Ende tatsächlich enthalten und wann die komplette Platte veröffentlicht wird, ist bislang noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass bis zum Ende des Jahres jeder Song veröffentlicht sein soll – jeweils in einer "Dark-Side"- und einer "Bright-Side"-Abmischung, wobei die zweite Version immer zum Neumond des Monats erscheint.
Dieses Mal werden die "Mixer" jedoch mit unterschiedlichen Elementen aus den Aufnahmesessions versorgt, sodass die einzelnen Versionen voraussichtlich variieren – sowohl im Klangbild als auch in der Länge.
Jeder Track auf "o\i" wird zudem von einem eigenen Kunstwerk begleitet. Bei "Been Undone" ist es "Ciclotrama 156 (Palindrome)" der in São Paulo lebenden Künstlerin Janaina Mello Landini.
Laut Pressemitteilung handelt es sich um "eine gespiegelte Komposition, die um einen zentralen Knoten herum aufgebaut ist und es erlaubt, das Werk vorwärts und rückwärts zu lesen – als visuelles und strukturelles Palindrom".
"Die Art, wie sie das Seil nimmt und es bewegt, es entwirrt, ist fast wie Fraktale oder Baumstämme und sieht in gewisser Weise auch wie ein Gehirn aus, sodass ich viele Einstiegspunkte sehe", sagte Gabriel in einem Statement, das viele Fragen offen lässt.
Auf "o\i" denkt der frühere Genesis-Frontmann nicht nur über Musik nach. Er beschreibt die Songs als eine "Mischung aus Gedanken und Gefühlen", die sich mit komplexen Konzepten befassen.
"Ich habe über die Zukunft nachgedacht und darüber, wie wir auf sie reagieren könnten", so Multimedia-Nerd Gabriel. "Wir gleiten in eine Übergangsphase wie keine andere, die sehr wahrscheinlich durch drei Wellen ausgelöst wird: KI, Quantencomputing und das Gehirn-Computer-Interface. Künstler haben die Aufgabe, in den Nebel zu schauen und, wenn sie etwas erkennen, einen Spiegel hochzuhalten."
Zum Titel des Albums erklärt er: "Das sind meine unförmigen Teile – i/o: Das Innere hat einen neuen Weg nach außen, und o\i: Das Äußere hat einen neuen Weg nach innen."
"Wir sind nicht – und waren es nie – ausschließlich selbstbestimmte, unabhängige Wesen, denen die Welt zur freien Verfügung steht. Wir sind etwas anderes: ein Teil der Natur, ein Teil von allem. Und ein Gefühl der Verbundenheit, ein wenig mit dem Hintern wackeln und Liebe geben und empfangen kann uns helfen, unseren Platz zu finden – und uns ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern."
Abschließend spricht Gabriel über die persönliche Seite des Albums: "Einige dieser Songs werden Teil des Gehirnprojekts sein, das ich seit mehreren Jahren erforsche, und andere machen mich einfach glücklich. Ich hoffe, sie gefallen Ihnen."