Politik

Steuererhöhungen: Pkw, Sekt, Schnaps, Tschick

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:44

Im Parlament wurde darüber gestritten, ab heute gelten die Steuererhöhungen: Unternehmer, Autofahrer, Raucher und Sekttrinker müssen tiefer ins Geldbörsl greifen. Normverbrauchsangabe und Tabaksteuer steigen, die Sektsteuer ist wieder eingeführt, und die Gruppenbesteuerung wird eingeschränkt.

, ab heute gelten die Steuererhöhungen: Unternehmer, Autofahrer, Raucher und Sekttrinker müssen tiefer ins Geldbörsl greifen. Normverbrauchsangabe und Tabaksteuer steigen, die Sektsteuer ist wieder eingeführt, und die Gruppenbesteuerung wird eingeschränkt.

Das sind die wichtigsten Erhöhungen ab 1. März:


Autofahrer aufgepasst: Wer ein Auto mit hohem CO2-Ausstoß oder vielen PS will, kann schon jetzt zu sparen beginnen. Die NoVa wird teurer, umso mehr CO2 das Auto ausstößt. Die Obergrenze wird bei maximal 32 Prozent des Kaufpreises liegen.
Auch die Pkw-Versicherungen steigen. Faustregel ist hier: Viele PS, hohe Beiträge.
Die nächsten Melkkühe sind die Raucher: Demnächst können sich Zigaretten-Liebhaber auf eine Erhöhung um 15 Cent einstellen.
Auch Sekttrinker müssen Zahlen. Die Flasche wird bald einen Euro mehr kosten.
Ebenfalls zahlen müssen Schnaps-Trinker, denn die Akoholsteuer bei gebrannten Getränken steigt ebenfalls.
Gehälter waren bisher unbegrenzt steuerlich absetzbar. Ab März können diese nur noch bis zu einer Summe von einer halben Million als Betriebskosten abgesetzt werden.
Bei der GmbH-Reform bleibt es nun doch bei den 10.000 Euro Stammkapital. Die steuerschonende Kapitalherabsetzung durch bestehende Firmen soll aber nicht mehr möglich sein. Außerdem müssen Neugründer ihr Stammkapital binnen zehn Jahren auf 35.000 Euro aufstocken.
Die steuerliche Begünstigung bei Kündigungsentschädigungen bleibt bestehen. Einschränkungen gibt es nur bei echten "Golden Handshakes".


Die Steuererhöhungen sollen heuer noch 770 Mio. Euro an Zusatzeinnahmen bringen, ab 2015 sollen sie jährlich rund 1,2 Milliarend Euro in die Staatskasse spülen.

Widerstand der Opposition nützte nichts

Alle vier Oppositionsfraktionen lehnten die Vorlage ab. Einig waren sich Regierungsparteien und Opposition nur dabei, dass das Bundesheer jene Gegenstände, die es beim Abzug vom Golan zurückgelassen hat, auch dauerhaft dort lassen darf. Dabei handelt es sich um eine Küche, eine Feldsanitätsstation sowie in Österreich nicht mehr verwendbare Fahrzeuge, Anhänger, Container und Einrichtungsgegenstände mit einem Schätzwert von insgesamt 166.000 Euro.

APA/red.

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