Steuerreform: So werden Angestellte entlastet

Bild: Heute

Am Dienstag hat der Nationalrat die Steuerreform in Höhe von 5,2 Mrd. Euro unter Dach und Fach gebracht. Neben einer Entlastung der Arbeitnehmer soll damit die Kaufkraft angekurbelt und die Wirtschaft gestärkt werden. Die Gegenfinanzierung erfolgt u.a. über den Kampf gegen Sozialbetrug.

Am Dienstag hat der Nationalrat die in Höhe von 5,2 Mrd. Euro unter Dach und Fach gebracht. Neben einer Entlastung der Arbeitnehmer soll damit die Kaufkraft angekurbelt und die Wirtschaft gestärkt werden. Die Gegenfinanzierung erfolgt u.a. über den Kampf gegen Sozialbetrug.

Kernpunkt der Reform ist eine Entlastung der Lohn- und Einkommenssteuerpflichtigen in der Höhe von 5,2 Mrd. Euro pro Jahr. Niedrigverdiener erhalten mehr Negativsteuer, Pensionisten bekommen erstmals eine Negativsteuer vergütet. Die Gegenfinanzierung läuft über Steuererhöhungen, Sparmaßnahmen, Betrugsbekämpfung und eine Selbstfinanzierung.

Konkret bedeutet das: 4,5 Milliarden gehen in den Lohn- und Einkommenssteuertarif, 400 Millionen in den Bereich der Niedrigverdiener mit unter 1.200 Euro brutto, es gibt 200 Millionen für Wirtschaftsförderung und 100 Millionen für Familien. Für all jene, die unter der Steuerfreigrenze verdienen, wird die Negativsteuer von derzeit 110 auf maximal 400 Euro ausgeweitet. Pensionisten profitieren unter Anrechnung ihrer Ausgleichszulage von einer Steuergutschrift von maximal 110 Euro. Für Familien wird der Kinderfreibetrag von 220 auf 400 Euro aufgestockt.

Ein Angestellter mit einem Gehalt von monatlich 1.500 brutto wird nächstes Jahr mit 485 Euro entlastet;
Eine Angestellte - Alleinerzieherin mit einem Kind - mit einem Bruttogehalt von 2.000 Euro wird mit 926 Euro entlastet; und
eine Angestellte mit einem Gehalt in Höhe von 3.000 Euro brutto wird mit 1.318 Euro entlastet.
Jemand, der unter 1.200 Euro verdient, wird bis zu 400 Euro an Sozialversicherungsgutschrift pro Jahr erhalten. Das ist eine große Entlastung für alle Steuerzahler, für die Familien und für Niedrigverdiener in diesem Land.

Höherer Spitzensteuersatz

Die Erhöhung der Kapitalertragssteuer auf Dividenden von 25 auf 27,5 Prozent hängt am halben Spitzensteuersatz, der auf 55 Prozent erhöht wird. Die höhere KESt gilt nicht für Sparbücher und Girokonten.

.

Konten können geöffnet werden

Mit Inkrafttreten der Steuerreform fällt de facto das Bankgeheimnis. Finanzbeamte können Konten öffnen, wenn es ein Richter am Bundesfinanzgericht genehmigt. Der Rechtsschutzbeauftragte ist auf Betreiben der Grünen vom Tisch.

Kampf gegen Steuerbetrug

Mit der Registrierkassenpflicht soll es Unternehmern erschwert werden, Steuern zu hinterziehen. Diese Maßnahme ist genau wie das Ende des Bankgeheimnisses Teil der Gegenfinanzierung der Steuerreform.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen