Steuerzahler bekamen 12 Milliarden Euro zurück

Finanzminister Hartwig Löger (parteilos) im Gespräch mit "Heute".
Finanzminister Hartwig Löger (parteilos) im Gespräch mit "Heute".Bild: Helmut Graf
"Beeindruckend" ist die Bilanz der Finanzverwaltung, wie Minister Hartwig Löger am Mittwoch bekanntgibt.
"Finanz in Zahlen": Minister Hartwig Löger (parteilos) zieht anlässlich seines Besuches im Finanzzentrum Wien Mitte eine "beeindruckende Bilanz" für die Finanzverwaltung.

Milliarden Steuergutschriften

So wurden im Jahr 2017 insgesamt knapp 12 Milliarden Euro an die Steuerzahler in Form von Gutschriften zurücküberwiesen. 13.000 Auszahlungen pro Tag waren es in Summe. Das erfolgt in Zukunft übrigens automatisiert, sofern alle benötigten Daten vorhanden sind.

Auch der Kundenservice der Finanzverwaltung lässt sich nicht lumpen: 5.852.865 Anruf nahmen sie entgegen, das sind 197.000 Telefon-Arbeitsstunden. Das Finanzzentrum Wien Mitte alleine empfing zusätzlich 740.000 Kunden persönlich.

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Die sogenannte Arbeitnehmerveranlagung hat sich mittlerweile großteils ins Internet verlagert. 70 Prozent im Privatpersonenbereich, im betrieblichen Bereich sind es sogar 90 Prozent der Erklärungen.

„Wir arbeiten kontinuierlich daran, die digitalen Services auszubauen. Damit können wir einerseits bürokratische Hürden abbauen und andererseits unsere Mitarbeiter entlasten. Die dadurch freigewordenen Ressourcen können wir verstärkt in den Kampf gegen Steuerbetrug investieren", freut sich Löger.

Wien als Steuergigant

Eine weitere Statistik ist bemerkenswert: 48 Prozent des Bundesaufkommens an Steuern, insgesamt 33,5 Milliarden Euro, wurden in der Region Wien verbucht. Der größte Teil davon ist die Lohnsteuer mit rund 15,5 Milliarden Euro. Auf Platz Zwei die Umsatzsteuer, mit der rund 11,8 Milliarden Euro eingenommen wurden. Die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer im Raum Wien im Jahr 2017 betrugen 3,2 Milliarden Euro.

Im Finanzzentrum Wien Mitte arbeiten etwa 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht nur für 19 Wiener Gemeindebezirke sondern auch für das niederösterreichische Klosterneuburg zuständig sind. In den Betriebskindergarten, den es seit fünf Jahren gibt, gehen 105 Kinder. (red)

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