Wer genügend Vitamin-D im Körper hat ist unter anderem glücklicher und hat harte Knochen. Auch die Immunabwehr profitiert wesentlich. Doch wieviel ist notwendig, und ist es im Winter tatsächlich sinnvoll Vitamin-D zu supplementieren?
Wer genügend im Körper hat ist unter anderem glücklicher und hat harte Knochen. Auch die Immunabwehr profitiert wesentlich. Doch wieviel ist notwendig, und ist es im Winter tatsächlich sinnvoll Vitamin-D zu supplementieren?
Neulich bei der Gesundheitsuntersuchung: Als jungem und gesundem Endzwanziger wird mir mitgeteilt, dass ich einen Vitamin-D-Mangel habe. Verwunderlich, dachte ich doch meinen Vitaminbedarf mit Obst und Gemüse eigentlich zu decken. "Da sind Sie aber bei weitem nicht alleine. In den kühleren Monaten sind bis zu 70 Prozent aller Österreicher unterversorgt", lässt mich meine Ärztin wissen.
Sie erklärt mit, dass um meinen natürlich Vitamin-D-Haushalt in den Wintermonaten zu decken, ich Unmengen an Pilzen und reichlich fetten Fisch wie Makrele, Hering oder auch Lachs essen müsste. Tu ich beides nicht, die Ursachen des Mangels liegen also auf der Hand. Weitaus schlimmer als die Vitamin-D-armen Lebensmittel ist jedoch die fehlende Sonne. Im Sommer wird der Körper damit versorgt, in den kalten Monaten tendenziell eher nicht.
Vitamin D regelt im menschlichen Körper unter anderem den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und fördert dadurch die Härtung der Knochen. Gebildet wird das Vitamin zu großen Teilen durch den Körper selbst, der dafür nur Cholesterin aus dem Unterhautfettgewebe und die UVB-Strahlen der Sonne benötigt.
Ungünstiger Einfallwinkel
Doch wenn diese im Winter nicht scheint bildet der Körper nicht genügend Vitamin D. Deshalb gibt es viele nahrungsergänzende Präparate. In flüssiger oder fester Form bieten zahlreiche Hersteller Lösungen an. Und zurecht: Wie mir meine Ärztin mitteilt, ist nicht nur die fehlende Sonne, sondern auch der schlechte Einfallwinkel ein Problem.
Ein Mangel kann sich nicht nur auf die Immunabwehr, die geschwächt wird, niederschlagen. Auch die Laune profitiert wesentlich von einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D.
Wie viel Sonne ist ausreichend?
Etwa die Hälfte des Jahres ist es in Österreich möglich, ausreichend körpereigenes Vitamin D zu bilden. Dazu reicht es, pro Tag etwa ein Viertel der Körperoberfläche, also Gesicht, Hände sowie Teile von Armen und Beinen der Sonne auszusetzen.
Je nach Hauttyp und Jahreszeit genügen dafür 5 bis 25 Minuten. Von Oktober bis März reicht die Sonne nicht für die Vitamin D-Bildung aus. Dann bietet sich eine Supplementierung an.
Hausarzt konsultieren
Bevor Sie allerdings mit der Einnahme von Präparaten beginnen, sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt für ein Beratungsgespräch konsultieren. Er kann Sie an ein Labor verweisen, wo ihm Rahmen einer Blutabnahme der Vitamin D-Haushalt bestimmt werden kann.