Die Austria im Wechselbad der Gefühle. Vor wenigen Tagen konnten sich die "Veilchen" mit einem Investor einigen, präsentierten die "Insignia-Group" als Geldgeber. Die Zukunft des Vereins war damit gesichert – zumindest vorerst.
Es folgte ein 0:0 im Derby gegen Rapid. Die Hoffnung auf einen Platz im oberen Playoff blieb am Leben. Bis Sonntag. Eine späte 1:2-Pleite gegen Sturm besiegelte den Verbleib in der unteren Tabellenhälfte nach dem Grunddurchgang. Und das einen Tag vor dem 110. Geburtstag.
"Die Jungs sind in der Kabine komplett erledigt", berichtete Trainer Peter Stöger nach dem Nackenschlag in Graz. "Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, aber wir sind noch nicht so weit."
Der Coach versuchte, das Positive zu sehen. "Es ist eine echte Mannschaft herangewachsen – unter schwierigen Verhältnissen. Das macht mich stolz."
Sein Auftrag an das Team: "Schauen wir, dass wir unten die Besten werden." Platz sieben würde zudem die Chance eröffnen, sich doch noch für einen Europacup-Platz zu qualifizieren.
Dominik Fitz sah es ähnlich, gestand aber: "Unterm Strich sind wir verdient dort, wo wir sind." Und das ist nach 21 Runden der achte Tabellenrang – mit nur sechs Siegen am Konto.