Von Juni bis November 2025 war Peter Stöger Trainer des SK Rapid. Ursprünglich war ein langfristiges Engagement geplant, letztlich wurde daraus aber nur ein kurzes Intermezzo. Warum? Im "Gelb-Rot Podcast" spricht der Ex-Coach erstmals ausführlich über seine Zeit bei den Hütteldorfern.
Dabei lässt er mit einer Aussage aufhorchen: "Wenn wir als Trainerteam die Möglichkeit bekommen hätten, dann hätten wir um die Meisterschaft mitspielen können." Die Rapid-Fans warten seit 2008 auf einen Meistertitel. So lange waren die Hütteldorfer in ihrer Vereinsgeschichte noch nie ohne Meisterschaft.
Was waren die Gründe für sein Scheitern bei Rapid? "Wir haben gut performt, aber wir wussten, dass Sangaré gehen wird. Dann wollte ich einen Sechser haben und habe einen bekommen (Martin Ndzie Anm.), der nicht fit war aber sofort performen musste."
Der Abgang von Sangaré schmerzte Stöger besonders: "Wenn man zweikampftechnisch nicht die beste Mannschaft ist und dann seinen besten Zweikämpfer abgibt (Sangaré, Anm.), dann werden wir einiges an Qualität in diesem Bereich verlieren. Wenn du den besten Spieler verlierst, musst du ihn einigermaßen ersetzen und das ist nicht passiert."
Auch einen weiteren Stürmer hätte sich Stöger gewünscht: "Wir haben uns wochenlang mit Arnautovic und anderen Stürmern beschäftigt, aber es ist keiner gekommen." Zusätzlich setzten die zahlreichen englischen Wochen der Mannschaft zu. Aber Stöger ist sich sicher, hätte er mehr Zeit und mindestens noch eine Vorbereitung bekommen, dann hätten er und die Hütteldorfer sich um die Meisterschaft gematched.
Nach seiner Zeit bei Rapid feierte Stöger im April sein Comeback als TV-Experte bei Sky, ehe er im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer zum ORF wechselte.