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Stoff im "KZ-Design": Kritik an Urban Outfitters

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:09

Die US-Boutiquenkette Urban Outfitters hat schon wieder mit einem Artikel Erinnerungen an die Nazi-Zeit hervorgerufen. Das Unternehmen habe in seinen Geschäften Dekorationsstoff verkauft, der wie die Kleidung eines KZ-Häftlings aussehe, behauptet die sogenannte Anti-Defamation League (auf Deutsch: Antidiffamierungsliga).

Das Muster zeigt helle und dunkelgraue Streifen und ein rosa Dreieck, wie es homosexuelle Gefangene als Kennzeichnung in Konzentrationslagern tragen mussten. Das Muster sei eine "beklemmende Erinnerung", hieß es von dem Verband. "Ob gewollt oder nicht, dieses Muster mit dem rosa Winkel ist höchst beleidigend und sollte nicht einfach ein Teil der Populärkultur werden."

Das Unternehmen, das in Österreich noch nicht vertreten, jüngst aber auf der Suche nach einem geeigneten Standort gewesen ist, war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Es hatte vor drei Jahren schon mit einem gelben Hemd Aufsehen erregt, auf dessen linker Brusttasche ein gelber Stern genäht war, ähnlich jenen Sternen, die Juden vom Jahr 1939 an im besetzten Polen und ab 1941 auch im Deutschen Reich tragen mussten. Damals hatte Urban Outfitters beteuert, dass das Modell nie für den Verkauf bestimmt gewesen sei.

In einem weiteren Fall vertrieb die Firma ein Sweatshirt mit dem Logo der Kent State University im US-Bundesstaat Ohio, das mit roten Farbspritzern bedruckt war. Das Design wurde von Kritikern als Anspielung auf eine Schießerei im Jahr 1970 verstanden, bei der vier Studenten ums Leben kamen.

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