Strache: 20.000 Türken sind "Scheinstaatsbürger"

H.C. Strache
H.C. StracheBild: Daniel Schaler

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sprach am Dienstag vor Journalisten von 20.000 mutmaßlichen türkischen Scheinstaatsbürgern. Er fordert härtere Maßnahmen.

Laut Strache gebe es allein in Ostösterreich mutmaßlich rund 20.000 Türken, die eine Doppelstaatsbürgerschaft besitzen, wie er von einem nicht näher genannten Informanten erfahren haben will. Die FPÖ übergibt die Listen mit angeblichen Scheinstaatsbürgern türkischer Herkunft nun den Sicherheitsbehörden. Ein Informant habe neue Indizien für die Echtheit der Listen geliefert, sagte Strache am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Strache forderte die Einführung einer Taskforce, die die Verleihung aller Staatsbürgerschaften bis zum Jahr 2000 untersucht. Bis dahin müsse Österreich die Verleihung weiterer Staatsbürgerschaften stoppen. Zudem fordert er Kontrollen, um im Falle der „Rechtswidrigkeit" konsequent die österreichische wieder entziehen zu können. Jeder Fall müsse einzeln untersucht werden. 20.000 Personen auf den mutmaßlichen Wählerevidenzlisten dürften "Scheinstaatsbürger" sein, so Strache. Natürlich gebe es auch legale Doppelstaatsbürger. "Aber gar so viele Netrebkos auf Türkisch wird es ja nicht geben", so Strache.

"Regierung hat sich selbst verraten"

Als US-Präsident Donald Trump nach seinem Amtsantritt eine eine schwarze Liste für Einreisewillige veröffentlicht hatte, habe sich die österreichische Regierung selbst verraten, als bekannt gemacht wurde, dass auch 35.000 Österreicher mit Doppelstaatsbürgerschaft auf dieser Liste stehen. (jem)

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