Strache-Fans drohen der FPÖ mit Stimmentzug

"Wenn die FPÖ Strache fallen lässt, werde ich zum Nichtwähler", drohen User auf Facebook, nachdem ihrem Idol die Fan-Page weggenommen wurde.
"Heute" berichtete zuerst darüber: Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache darf nicht mehr frei auf seiner Facbook-Page ("HC Strache") posten. Alle seine Postings werden von der Partei genehmigt - oder auch nicht.

++ Mehr dazu hier: "FPÖ nimmt Strache Facebook weg" ++

++ Und hier: Nach Facebook-Sperre postet Strache hier ++

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Fans wenden sich ab



800.000 Fans hat Strache auf der nun FPÖ-kontrollierten Facebook-Seite angehäuft. Einige von ihnen reagieren sehr allergisch auf die Übernahme durch die Partei.

"Gebt ihm seite FB Seite zurück", fordert einer, der dafür Zuspruch von anderen Usern erhält. "Diese Seite heißt HC Strache und nicht FPÖ oder? Die Leute die hier sind wollen SEINE Inhalte lesen und keine vorgegebenen Artikel der Partei!", argumentiert ein anderer. Der Schachzug wird zuweilen auch als "Frechheit" bezeichnet.

Entliken und Nichtwählen



Ihrem Ärger wollen mehrere auch gleich Konsequenzen folgen lassen. "Ihr habt Probleme, einmal auf Entliken und Tschüss, weiß ned, was es da viel zu reden gibt", fordert ein User die anderen auf.

Zumindest eine Frau will sich nochmal versichern, bevor sie vorschnell handelt: "Ist das wirklich Ihre Seite, weil ich melde mich von allen Seiten der FPÖ ab, wo der Adminstatus von Ihnen aufgehoben wurde", fragt sie auf Straches privatem Profil.

Auch mit drastischeren Maßnahmen wird gedroht. Manche wollen die FPÖ auch an der Wahlurne spüren lassen, was sie von der Sache halten: "Wenn das so weitergeht werde ich dann auch nicht mehr die FPÖ wählen!" Ein zweiter Mann pflichtet dem bei: "Wenn die FPÖ Strache fallen lässt, werd ich Nichtwähler!"



Weniger Likes, weniger Geld



An der Anzahl von Straches fast 800.000 Fans lässt sich diese Entwicklung noch nicht ablesen. Sie stagniert mehr oder weniger, nahm in den letzten 28 Tagen um 1.709 Fans ab. Jedoch: Sein privates Profil verzeichnet stündlich mehr Follower.

Im Bezug auf die nun FPÖ-verwaltete Fan-Page lässt sich aber beobachten: Die Interaktionen (Reaktionen, Kommentare) lassen in letzter Zeit (vergangene 28 Tage) um ein Drittel nach. Ein Grund dafür könnte aber auch sein, dass seit dem Ibiza-Skandal (Mitte Mai) kein Geld (Werbeausgaben) mehr in die Seite investiert wurde. (csc)

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