Strache lässt weiter offen, ob er EU-Mandat antritt

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian StracheBild: picturedesk.com

In einem Posting auf Facebook äußert sich Strache zu den vielen Vorzugsstimmen, die er bei der EU-Wahl erhalten hat. Ob er das Mandat annimmt, lässt er weiterhin im Unklaren.

Der durch das Ibiza-Video schwer beschädigte Ex-FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache will sich weiterhin nicht festlegen, ob er sein EU-Mandat annimmt. In einem Facebook-Posting nahm er am Donnerstagabend dazu Stellung, äußerte aber nicht, ob er sein EU-Mandat annehmen werde.

Strache war trotz seines Rücktritts weiterhin auf Platz 42 der FPÖ-Wahlliste fürs EU-Parlament gestanden. Durch eine sensationelle Anzahl von 44.500 Vorzugsstimmen hätte er Anspruch auf ein EU-Mandat.

Er bedankte sich bei seinen Wählern für das Vertrauen, das auch nicht durch "politische Attentate" (gemeint ist der Ibiza-Skandal) erschüttert worden sei. Strache lässt offen, ob er das Mandat annimmt. "Ich werde mir nun auch die Zeit nehmen, mit meiner Frau, meiner Familie und meinen engsten Begleitern über meine politische Zukunft nachzudenken", schrieb er.

Bereits einmal Annahme erklärt

Bereits einmal hatte er auf Facebook verkündet, er werde ins EU-Parlament einziehen, das entsprechende Posting nachher aber gelöscht. Für die FPÖ wäre Strache im EU-Parlament eher eine politische Belastung. Die andere sehr erfolgreichen Rechtspopulisten Matteo Salvini (Lega) und Marine Le Pen (RN) haben sich nach dem Ibiza-Video von Strache distanziert.

Der bisherige FPÖ-Klubchef Walter Rosenkranz hatte in einem Interview mit ZIB-Moderator Armin Wolf gesagt, ob Strache das Mandat annehme, sei "seine persönliche Entscheidung". Er verlasse sich aber darauf, dass Strache "der Partei nicht schaden" werde.

(hos)

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