Strache plaudert über Ehe: "Im Bett bin ich der Linke"

Jetzt hat auch Heinz-Christian Strache (FP) seine Homestory. In der "Ganzen Woche" redet er über Kinder ("auf jeden Fall zwei"), Kurz ("Papagei") und seine Ehefrau Philippa.

Halbe-halbe im Haushalt? "Er ist kein fauler Mann", sagt Philippa Strache (29) über Ehemann Heinz-Christian Strache (48). Er räume den Geschirrspüler aus, sie sauge den Staub weg. Den Müll nehmen sie mit, wenn das Gasssigehen ansteht.

Seit 7. Oktober letzten Jahres ist das Paar verheiratet. Weil der Wahlkampf nicht allein über Politdebatten geführt wird, sondern auch so manche Haustür öffnet, zeigt sich nun auch Strache privat. Kurz (VP) und Kern (SP) hatten in der "Krone" schon vorgelegt.

"Odi" stört beim Kuscheln

Nun also "Die Ganze Woche" in seinem Eigenheim "an der Wiener Stadtgrenze". "Es ist funktional eingerichtet, ohne viel Schnickschnack. Dafür mit einem Kuschelbereich auf der großen Couch", befanden die Reporter. Das Kuscheln werde meist vom Hund "Odi" gestört, eine 50 Kilo schwere Dogge. „Ich habe sie mit neun Monaten aus Ungarn geholt", sagt Philippa Strache. „Sie war ein Kettenhund und führte ein erbärmliches Leben. Ich habe sie gerettet und in die Ehe mit eingebracht."

Es soll nicht der einzige Nachwuchs bleiben. Das Paar wünscht sich Kinder. Auf jeden Fall zwei, sagt Philippa Strache. Allzu lang sollte es damit nicht mehr dauern. „Schließlich werde ich am 1. Dezember 30 Jahre alt. Da muss ich mich schon ein bisschen beeilen".

Strache liest Schmidt

Strache hat aus erster Ehe tochter Heidi (17) und Sohn Tristan (15), die ihn regelmäßig im 170 Meter großen Haus besuchen würden. Wenn es sie nach draußen drängt, stehen 1.000 Quadratmeter Grund zur Verfügung.

Das Auge der Reporter fällt dann aufs Buchregal. Was konsumiert Strache aktuell? "Derzeit lese ich ein Buch vom ehemaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Es heißt ,Mein Europa'. Mich fasziniert seine Prinzipientreue, dass er sich selbst immer treu geblieben ist und er in seiner gesamten Art des Auftretens mutig war, auch in vielen Belangen, die er angesprochen hat".

Das Konkurrent Sebastian Kurz für ihn kein Schmidt ist, wird schnell klar. "Politischer Papagei", nennt er ihn.

"Die gehört mir"

Dass Schmidt bei der SPD war, stört den Blauen nicht. Im Gespräch bekennt er, sogar in einem Belang selbst ein Linker zu sein. Daheim nämlich. „Ja", lacht Strache, und nimmt seine fesche Philippa fest in den Arm, „in unserem Bett. Da schlafe ich stets auf der linken Seite. Die gehört mir."

"Ein Traum" wäre es, wenn er mit seinen Freiheitlichen die 25-Prozent-Marke bei der Wahl überschreiten könnte. Da wird es dann nichts mehr mit vielen gemeinsamen Kochabenden. „Philippa ist eine exzellente Köchin", sagt Strache und posiert für Fotos, auf denen er eine Eierspeise zubereitet.

Einmal schauen, wer am 15. Oktober in die Pfanne gehauen wird.

(red)

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Maria Theresia von ÖsterreichPolitikWahlkampfHeinz-Christian Strache

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