Politik

Strache relativiert "Bürgerkrieg", Fans sehen sich m...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:19

Nachdem der "Bürgerkriegs"-Sager von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in Bevölkerung und Politik auf breite Ablehnung und Kritik stieß, setzte er am Sonntag zu einer Relativierung der Aussage an. Diese geriet etwas ins Abseits, denn einerseits relativierte Strache eine Aussage, die er gar nicht getätigt hatte, andererseits zeigte sich anhand der Fan-Kommentare auf Facebook, dass sich ein Teil seiner Anhänger bereits in einem gefühlten Bürgerkrieg befindet.

Nachdem in Bevölkerung und Politik auf breite Ablehnung und Kritik stieß, setzte er am Sonntag zu einer Relativierung der Aussage an. Diese geriet etwas ins Abseits, denn einerseits relativierte Strache eine Aussage, die er gar nicht getätigt hatte, andererseits zeigte sich anhand der Fan-Kommentare auf Facebook, dass sich ein Teil seiner Anhänger bereits in einem gefühlten Bürgerkrieg befindet. 

"Durch den ungebremsten Zustrom von kulturfremden Armutsmigranten, die in unsere Sozialsysteme einsickern, wird aber unser von Solidarität und Zusammenhalt getragenes gesellschaftliches Gefüge in seinen Grundfesten erschüttert und macht mittelfristig einen Bürgerkrieg nicht unwahrscheinlich", sagte Strache in seiner vielkritisierten Rede.

Nachdem selbst Parteikollege und Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer aufgefordert wurde, sich von Strache zu distanzieren, setzte dieser nun zu seiner Verteidigung via Social Media an.

Fans stehen zu Strache

"Ich habe in meiner Rede nicht gesagt, dass demnächst ein Bürgerkrieg ausbricht (...)", so Strache auf Facebook zu einem Sager, den er tatsächlich (siehe Ursprungsaussage) nie getroffen hat. Er "phantasiere nicht von bevorstehenden Straßenschlachten in Wien, obwohl niemand ausschließen kann, dass die auf uns zukommen, sondern ich habe vor solchen Entwicklungen in Europa gewarnt." Sich selbst sieht Strache nicht in der Verantwortung, denn  "das wäre, als ob man einen ORF-Wetteransager, der vor einer Lawine warnt, für den Verursacher hält und per Haftbefehl ausschreibt."

Auch bei den Facebook-Anhängern Straches wirkt der Erklärungstext nur bedingt. Schon nach nur zwei Stunden fanden sich viele Kommentare, nach deren Inhalt sich die Schreiber offenbar selbst bereits in einem Bürgerkrieg sehen, und einige sich ihn augenscheinlich sehnlichst herbeiwünschen - ein Ausschnitt:

Günther S.: "Wird in der Zukunft sicher passieren. Keiner lässt sich alles gefallen.wir werden bereit sein.Für die Heimat."

Erika M.: "Herr Strache Sie brauchen dich nicht korigieren ...wir wissen längst was gespielt wird und was uns bevor steht . Leider darf man nicht alles aussprechen. Mir aber kann man nichts mehr vormachen .kann nur sagen ...traurig traurig."

Helga B.: "Wo zu denn ein Riesen Polizeiaufgebot bei allen Demonstrationen ich dachte wir haben keine Bürgerkriegsähnlichen Zustände.Was aber wären Bürgerkriegsähnliche Zustände,was muß da passieren,und was würde passieren wenn die Polizei nicht vor Ort wäre."

Auf der nächsten Seite: Weitere Fan-Zitate zum Bürgerkrieg 

Nicholas P.: "Der krieg ist schon da, nur geschieht er halt noch im verborgenen Geh durch den wiener stadtpark... Die ganzen terroranschläge in europa sind ja auch nicht zufällig passiert Der is hat schon letztes jahr den krieg gegen "allen ungläubigen" erklärt"

Claudia N.: "Ich hoffe das es die Merkel zuest erwischt die hat ja wirklich nix im Hirn auser Stroh!!! Die zerstört ganz Österreich weg mit der Merkel und den Bahnhofs klatschern das kann s doch net sein oder? Darum am 4 Dez. ein X für die FPÖ"

Hannes W.: "Es wird Bürgerkrieg geben und er wird von den Muslimen begonnen werden. Warum auch sollten sie sich zurückhalten? Warum sollten sie sich zB mit 30% der Macht zufrieden geben, wenn sie ganz einfach 100% erkämpfen könnten? Wer sich durch das lesen des Korans gebildet hat, weis das ein Religionskrieg unvermeidbar wird."

Stephan E.: "Der Krieg in den Straßen der Städte Europas ist Teil der Umvolkungsstrategie. Die Drahtzieher rechnen damit, dass die durch Gehirnwäsche pazifizierten Einheimischen dem kriegerischen und brutalen Islam unterliegen werden."

Roman K.: "Die Straßenschlachten finden ja schon statt. nur nicht zwischen Österreichern sondern zwischen Asylanten verschiedener Herkunft."

Reinhard K.: "In wenigen Jahren schon, werden sich viele an diese Rede erinnern...."

Dietmar M.: "haben wir ja schon mehr oder weniger in den europäischen ländern wacht auf lg"

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen