FPÖ-Chef HC Strache ist über die Stiftungsaffäre rund um den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf nicht erfreut. Er räumte in einem Interview mit "Der Presse" (Sonntagsausgabe) ein, dass die Angelegenheit eine "mehr als komische Optik" habe.
FPÖ-Chef HC Strache ist über die Stiftungsaffäre rund um den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf nicht erfreut. Er räumte in einem Interview mit Der Presse (Sonntagsausgabe) ein, dass die Angelegenheit eine "mehr als komische Optik" habe.
HC Strache räumt in der "Presse" ein, dass die ganze Sache "sehr unangenehm für uns" sei. Gegen Graf würden "immer Kampagnen geführt", sagt der FP-Chef - und fühlt sich angesichts der "Vorverurteilungen schon manchmal an den Fall Strauss-Kahn" erinnert.
Strache kann sich Abwahlmöglichkeit für Nationalratspräsidenten "gut vorstellen"
Die angesichts der Causa Graf neuerlich diskutierte Abwahlmöglichkeit für Nationalratspräsidenten kann sich Strache "gut vorstellen". Er will aber, dass ein Nominierungsrecht nach Stärke der Fraktionen "festgeschrieben" wird. Denn "jedes Mal, wenn es um einen FPÖ-Kandidaten geht, halten sich Grüne und Teile der SPÖ nicht an das demokratische Wahlergebnis".
Es handelt sich um die Stiftung von Gertrud Meschar, zu deren Vorstand Graf berufen wurde. Die 90-Jährige soll ihr gesamtes Vermögen in der Höhe von einer Million Euro in die Stiftung eingebracht haben. Sie will erst später erfahren haben, dass sie über ihr Vermögen nicht mehr bestimmen kann. Die Stiftung soll über einen Kredit einen Hausanteil gekauft haben, in das das Gasthaus der Familie Graf eingemietet ist. Meschar wirft Graf Täuschung vor, der Politiker weist jegliche Vorwürfe zurück.