Strache will zur FPÖ zurück, aber Partei will ihn nicht

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.picturedesk.com
Nach dem Scheitern der eigenen Liste will Strache zurück zur FPÖ. Dort hat man aber keine Lust auf den Ex-Obmann.

Heinz-Christian Strache stürzte nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos ins Bodenlose. Nach dem Rücktritt als Vizekanzler und FPÖ-Chef wurde er aus der "freiheitlichen Familie" ausgeschlossen, bei der Wien-Wahl scheiterte kläglich er mit seinem "Team HC Strache". Jetzt will er laut einem Medienbericht zurückkehren. Er sei Teil der "Familie" und das müsse man amtlich machen.

Die Antwort folgte postwendend. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz meldete sich per Aussendung zu Wort: "Für Herrn Strache gibt es kein Zurück in die FPÖ. Er hat sich mit seinem Verhalten selbst aus der freiheitlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Dieser Akt ist erledigt und unumkehrbar." FPÖ-Chef Norbert Hofer sagte gegenüber dem "Kurier": "Das ist nicht kommentierenswert."

Anklage fertig

Strache hat derzeit ohnehin andere Probleme als eine Rückkehr zur FPÖ. Demnächst dürfte er vor Gericht stehen. In der Anklage geht um die Privatkliniken-Causa. Strache soll sich dafür eingesetzt haben, dass die Privatklinik eines Freundes in den Prikraf-Fonds aufgenommen wird. Kurz gesagt konnte die Klinik deshalb Leistungen direkt mit den Sozialversicherungen verrechnen.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ortet Korruption, weil der Klinikbetreiber an die FPÖ gespendet und Strache auf seine Yacht eingeladen haben soll. Für Strache und alle anderen Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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