Eine Rechnung über Einkommen einer beispielhaften Asyl-Familie auf der Facebook-Seite von FPÖ-Chef Heinz Christian Strache hatte vergangene Woche für Wirbel gesorgt. Jetzt deckt SOS Mitmensch auf, dass die Rechnung aus dem Neonazi-Umfeld eingeholt wurde.
Jetzt deckt SOS Mitmensch auf, dass die Rechnung aus dem Neonazi-Umfeld eingeholt wurde.
"Schlimm genug, dass Strache auf seiner Facebook-Seite dreiste Lügen über Asylsuchende verbreitet. Doch jetzt deutet alles darauf hin, dass Strache zudem auch noch von seiner Vergangenheit im Neonazi-Umfeld eingeholt wurde", wettert Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch in einer Aussendung.
Die Spur des Anti-Asyl-Bildes, das Strache höchstpersönlich auf Facebook in Umlauf gebracht und beworben hat, führe laut Pollak direkt in die Abgründe der österreichischen Neonaziszene.
Pollak forder Rücktritt Straches
"Dass ein Parteiobmann aktiv Neonazi-Lügenmaterial verbreitet, ist wohl einzigartig in der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Das ist ein unfassbarer Skandal. Strache hat damit jegliche Legitimität verloren, einen Parlamentsklub zu führen. Er muss umgehend zurücktreten", fordert der Menschenrechtsaktivist.
Recherchen würden belegen, dass es sich bei dem von Strache auf seiner Facebook-Seite beworbenen "Österreicher in Not"-Bild um Neonazi-Propagandamaterial handelt: "Die Herkunftsgeschichte des Lügenbildes führt direkt auf Neonaziseiten und zur radikal rechtsextremen Gruppierung "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik", so Pollak.