Jugendkriminalität, Roadrunner-Szene, Eskalationen in der Migranten-Community: Samstagabend fand bis tief in die Nacht eine koordinierte Schwerpunktaktion der Wiener Polizei mit der Stadt Wien statt. Die Bilanz: 175 Kräfte, 485 Alkotests, 450 Anzeigen.
In der Rossauer Kaserne bereitete die Wiener Polizei den Einsatz unter dem Motto "Sicheres Wien" vor, gegen 20 Uhr fand ein Planquadrat im Bereich des Margaretengürtels statt. Begrüßt wurden die Einsatzkräfte durch Bürgermeister Michael Ludwig.
Landespolizeipräsidenten Gerhard Pürstl, Bundespolizeidirektor Michael Takacs, Einsatzgruppenleiter zur Bekämpfung der Jugendkriminalität Dieter Csefan, sowie der Leiter des Einsatzteams Wien und der Gruppe Sofortmaßnahmen Walter Hillerer pflichteten der Aktion ebenso bei.
Im Zuge der Verkehrskontrollen gaben fünf Lenker wegen Alkohol oder Drogen am Steuer ihren Führerschein ab, sechs weitere Autofahrer waren zu schnell unterwegs und verloren so ihren Schein. Ein Raser war sogar mit 131 statt der erlaubten 50 km/h unterwegs.
Die Bilanz der technischen Fahrzeugkontrollen mit der Landesfahrzeugprüfstelle: Acht Kennzeichenabnahmen wegen Gefahr im Verzug, 49 Anzeigen wegen technischer Mängel, zwei Pkws wurden wegen Abgabenrückständen beschlagnahmt.
Die Einsatzkräfte überprüften auch 17 Gastgewerbebetriebe, aus denen 48 Anzeigen nach der Gewerbeordnung resultierten. Auch am Reumannplatz in Favoriten zeigte die Polizei Präsenz, 450 Anzeigen hagelte es im Laufe des Abends in Wien aufgrund straßenpolizeilicher Übertretungen.
Über 200 sicherheitspolizeiliche Identitätsfeststellungen wurden durchgeführt, vier fremdenpolizeiliche und eine verwaltungsrechtliche Festnahmen erfolgten daraufhin. Über den Reumannplatz flog im Zuge des Einsatzes auch eine Drohne zur Einsatzaufklärung.