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Straßburg: Schon vier Todesopfer nach Anschlag

Die Polizei verhaftete fast die gesamte Familie von Attentäter Cherif Chekatt. Sie sollen ihm bei der Flucht geholfen haben.
Heute Redaktion
13.09.2021, 18:41

Die Zahl der Todesopfer des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg ist von drei auf vier gestiegen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Paris. Nach dem Tod des mutmaßlichen Attentäters Cherif Chekatt begann die Polizei unterdessen auch die Suche nach möglichen Komplizen.

Die Polizei will jetzt herausfinden, ob der 29-Jährige während seiner Flucht unterstützt worden sei, sagte der Pariser Anti-Terror-Staatsanwalt Remy Heitz am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Straßburg. Sieben Menschen befänden sich derzeit in Polizeigewahrsam, so Heitz. Dabei handle es sich um vier Familienangehörige und drei der Familie nahestehende Personen. Zwei von ihnen seien in der Nacht auf Freitag festgenommen worden.

Der Weihnachtsmarkt in der Elsass-Metropole ist seit Freitag wieder geöffnet. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner und der Straßburger Bürgermeister Roland Ries gingen am Vormittag über den Markt in der Innenstadt und sprachen mit Verkäufern und Besuchern. Der Platz wurde abgesichert von Polizei und Soldaten. Hunderte Menschen kamen zur Wiedereröffnung und schlenderten über den Markt. An den Ständen konnte man wieder Glühwein und Galettes kaufen.

Um 21 Uhr erschossen

Innenminister Castaner erzählte auch Details, wie der Attentäter getötet wurde. Am Donnerstag gegen 21 Uhr seien drei Polizisten im Straßburger Stadtteil Neudorf auf eine verdächtige Person aufmerksam geworden. Der Mann sei mit dem Rücken zu den Beamten auf der Straße gegangen, sein Aussehen habe auf die Beschreibung des Verdächtigen gepasst. Als die Einsatzkräfte den Mann festnehmen wollten, habe dieser das Feuer eröffnet. Die Polizei habe den Angriff erwidert und den Mann getötet.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dankte den Sicherheitskräften: "Unser Engagement gegen den Terrorismus ist uneingeschränkt", schrieb er bei Twitter. Macron war zum Zeitpunkt des Einsatzes beim EU-Gipfel in Brüssel und ließ sich dort laufend über die Ereignisse in Straßburg informieren.

(red)

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