Strauchelnder Handel jubelt über Öffnung in Wien

Die Mariahilfer Straße wird bald wieder belebter sein.
Die Mariahilfer Straße wird bald wieder belebter sein.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Ab nächster Woche öffnen Handel und körpernahe Dienstleister in Wien. Der Handelsverband ist erfreut.

Wien öffnet am 3. Mai wieder Handel und körpernahe Dienstleister. Zur Situation in den Spitälern sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ): "Es ist besser geworden. Die Situation entspannt sich, ist aber weiter ernst zu nehmen", so Ludwig. Niederösterreich hatte bereits vergangene Woche die Wiedereröffnung der Geschäfte ab 3. Mai beschlossen.

Der Handelsverband begrüßt in einer Aussendung die Entscheidung. "Der Handel war nie ein Corona-Hotspot, auch nicht in Wien. Das belegen mittlerweile unzählige wissenschaftliche Studien. Diese Öffnung ist für unsere Branche extrem wichtig, denn jetzt stehen auch die doppelten Gehälter an und die verdienen sich nicht von selbst", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer ersten Stellungnahme.

1,95 Milliarden Euro Umsatzverlust

Insgesamt summieren sich die geschlossenen Einkaufstage in Wien und Niederösterreich auf 116, das Burgenland kommt auf 104, die anderen sechs Bundesländer liegen bei 90 Tagen in drei harten Lockdowns. Die Umsatzverluste der betroffenen Händler im Osten werden sich bis zur Wiedereröffnung am 3. Mai auf 1,95 Milliarden Euro erhöhen, davon entfällt rund 1 Milliarde Euro allein auf den Wiener Handel.

Mittlerweile stehen im heimischen Non-Food-Handel zehntausende Jobs auf der Kippe. Jedes zehnte Geschäft musste seinen Betrieb bereits einstellen, die Hälfte der verbliebenen Händler hat Existenzängste. Je kleiner der Betrieb, je weniger digital und je abhängiger vom Tourismus, desto dicker das Minus. Besonders stark betroffen ist der Handel mit verderblichen Gütern, beispielsweise Gartencenter. Hier braucht es dringend ein Nachbessern bei den Corona-Staatshilfen.

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