Hollywood-Star trifft Internet-Star: Eigentlich hätte die Kombination aus Mark Wahlberg (55) und Twitch-Streamer Lacy (23) für reichlich Aufmerksamkeit sorgen sollen. Doch daraus wird nichts.
Nicholas Fosco, wie Lacy mit bürgerlichem Namen heißt, hat die geplante Zusammenarbeit mit dem Schauspieler abgesagt. Dabei war der Streamer zunächst alles andere als abgeneigt.
Als er erfahren habe, dass Wahlberg mit ihm einen gemeinsamen Stream machen wolle, sei das für ihn etwas Besonderes gewesen. Immerhin gehört der Schauspieler seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods.
Dann änderte sich Lacys Meinung.
Der Streamer bekam mit, dass Wahlberg innerhalb kurzer Zeit bereits mit mehreren anderen Internet-Stars vor der Kamera gestanden hatte. Unter anderem absolvierte der Schauspieler gemeinsame Auftritte mit Creatorn im Rahmen seiner aktuellen Promo-Aktivitäten.
Für Lacy verlor das geplante Treffen dadurch offenbar seinen Reiz. Er hatte sich eine echte Begegnung vorgestellt – und nicht das Gefühl haben wollen, lediglich der nächste Streamer auf einer Promo-Liste zu sein.
"Ich will, dass du mit mir abhängen willst", erklärte Lacy laut "Primetimer" über seine Vorstellung von der Zusammenarbeit.
Dazu kamen offenbar Vorgaben von Wahlbergs Team. Lacy zufolge wären seine Möglichkeiten während des gemeinsamen Auftritts eingeschränkt gewesen. Gerade das passt allerdings kaum zu seinem Content: Der 23-Jährige lebt von spontanen Situationen und ungeplanten Gesprächen mit seinen Gästen.
Also zog er die Konsequenz und sagte ab.
Eine bemerkenswerte Entscheidung, schließlich ist Wahlberg nicht irgendein Gast. Der 55-Jährige spielte in Hollywood-Hits wie "Ted", "Transformers", "The Departed" und "The Italian Job".
Doch auch Lacy ist längst kein kleiner Internet-Star mehr. Der US-Amerikaner wurde vor allem mit Fortnite und seinen Livestreams bekannt und erreicht auf Twitch mittlerweile ein Millionenpublikum.
Seine Entscheidung zeigt damit auch, wie sehr sich die Machtverhältnisse in der Unterhaltungsbranche verschoben haben. Früher wäre ein Auftritt mit einem Hollywood-Star für einen jungen Internet-Creator wohl die große Chance gewesen. Heute können erfolgreiche Streamer selbst entscheiden, ob ihnen eine Zusammenarbeit überhaupt authentisch genug erscheint.
Dass seine Absage etwas mit Streamer N3on zu tun habe, bestritt Lacy übrigens ausdrücklich. Wahlberg war zuvor auch mit diesem vor der Kamera gestanden. Gegen N3on habe er nichts, stellte Lacy klar.
Am Ende scheiterte die ungewöhnliche Hollywood-Streamer-Kombi damit nicht an Wahlbergs Bekanntheitsgrad – sondern ausgerechnet daran, dass Lacy nicht einfach einer von vielen sein wollte.