Streaming-Clinch: Heino will Spotify boykottieren

Heino ist verärgert: In Zukunft könnten seine Lieder nicht mehr auf Spotify zu hören sein.
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Heino ist sauer: Der Schlagerstar fühlt sich von Spotify gefrotzelt und überlegt, seine Musik künftig nicht mehr digital zu veröffentlichen.

Das hört sich stark nach einem Kampf der Giganten an: Volksmusik-Legende Heino (81) liefert sich momentan einen hitzigen Schlagabtausch mit Streaming-Riese Spotify. Die Aussagen, die Spotify-Chef Daniel Ek (37) kürzlich in einem Interview mit "Music alley" getätigt hat, gehen dem Schlagersänger nämlich ordentlich gegen den Strich.

"Ich habe wirklich das Gefühl, dass diejenigen die beim Streaming nicht so gut abschneiden, überwiegend Menschen sind, die Musik so veröffentlichen wollen wie sie früher veröffentlicht wurde", erklärt Ek im Gespräch mit dem Branchen-Portal. Mit dieser Einstellung hinken die Musiker dem Trend anscheinend hinterher. "Man kann nicht alle drei bis vier Jahre mal Musik aufnehmen und denken, dass das ausreicht", macht der Streaming-Boss seinen Standpunkt klar und gießt damit Öl in Heinos Feuer, der seinerseits harte Worte ebenfalls harte Worte findet.

Wer Heino hören will, muss Heino kaufen

"Ich lasse mir nicht vorwerfen, dass ich faul gewesen wäre oder es bin", kontert der Sänger mit der markant, dunklen Sonnenbrille im Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Ich habe in meinem Leben mehr als 55 Millionen Soloablen verkauft." Er ist sich sicher, dass der Spotify-Boss nur ein "reiner Geschäftsmann und kein Künstler" sei. "Ich weiß ja nicht, wie aktiv Herr Ek mit 81 noch ist, aber ich plane, noch lange Alben zu veröffentlichen und arbeite an vielen musikalischen Projekten gleichzeitig."

Auch eine weitere künftige Zusammenarbeit zwischen dem Streaminganbieter und dem "Enzian"-Sänger wackelt, denn Heino überlegt, seine Musik künftig wieder nur auf CDs zu veröffentlichen.

"Ich möchte meine hochwertig produzierten Alben wirklich nicht bei Herrn Ek verramschen und dafür nur ein paar Cent bekommen", wettert Heino und spielt mit dem Gedanken, seine Musik in Zukunft für Spotify sperren zu lassen. "Wer Heino hören wollte, musste Heino kaufen", erklärt der Sänger. "Das war unser Konzept und der Erfolg gab uns recht. Dabei bleiben wir."

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