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Streit: Rupprechter stört die Allergen-Verordnung

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:32

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) stört sich derzeit an der seit knapp einem Jahr umgesetzten Allergen-Verordnung. Die Buchstaben vermitteln, dass das Essen "schädlich sein könnte". Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) zeigt sich verwundert.

Landwirtschaftsminister ) zeigt sich verwundert.

Im "Ö1"-Morgenjournal kritisiert Rupprechter überraschend den "Buchstabensalat", den die Allergen-Verordnung auf Speisekarten verursacht. Das wurde zwar bereits vor einem Jahr eingeführt, die Umsetzung der EU-Allergenverordnung sei in eiuner Form umgesetzt worden, "wie es nicht notwendig ist", so der Minister.

Dadurch würde vermittelt, das Essen "könnte schädlich sein". Nach Ansicht des Landwirtschaftsministers reicht eine mündliche Auskunft.

Oberhauser verwundert

Die zuständige Ministerin ist von diesem Vorstoß überrascht. Die derzeitige Kennzeichnung findet sie in Ordnung, es handle sich um eine gute gemeinsame Lösung mit der Wirtschaft: "Darum wundert es mich, dass Rupprechter einen Vorstoß Richtung Änderung macht.", so Oberhauser. Für Verbesserungsvorschläge sei sie aber offen.

Die derzeitige Lösung sei flexibel und praxisnah. Betriebe haben die Möglichkeit, ihre Kunden schriftlich oder mündlich über die in ihren Speisen enthaltenen Allergene zu informieren. Die Schriftform ist frei, das Gesundheitsministerium empfiehlt lediglich die Buchstaben-Kennzeichnung, die gemeinsam mit der Wirtschaft erarbeitet wurde.

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