Bruder (56) wollte Schwester wegen Erbe erschlagen

Der Verdächtige befindet sich in der Justizanstalt in Eisenstadt in Untersuchungshaft.
Der Verdächtige befindet sich in der Justizanstalt in Eisenstadt in Untersuchungshaft.ANDREAS PESSENLEHNER / APA / picturedesk.com
Im Streit ums Erbe mit seiner Schwester soll ein Burgenländer zum Vorschlaghammer-Stiel gegriffen haben. Heute stand der 56-Jährige vor Gericht.

Ein 56-Jähriger aus Halbturn soll am Nationalfeiertag 2020 mit einem Vorschlaghammer-Stock auf seine verhasste Schwester eingedroschen haben.

Am Weg zum Frühschoppen

Der Mann galt im Ort als Sonderling. Seine Schwester hatte ein Haus in Halbturn geerbt, der 56-Jährige fühlte sich übergangen. Am 26. Oktober 2020 war er mit einem Bekannten gerade am Weg zum Frühschoppen nach Nickelsdorf, der Bekannte lenkte das Auto, Robert E. war Beifahrer.

"Bleib sofort stehen"

Und dabei fuhren sie am von der Schwester geerbten Haus vorbei, Robert E. sah seine Schwester mit anderen Familienangehörigen beim Entrümpeln des Gebäudes. Der wütende Robert E. bat den Lenker sofort anzuhalten, doch der verneinte, weil ihm das schlechte Verhältnis zur Schwester bekannt war. "Ich will damit nix zu tun haben", meinte der Bekannte in Richtung Robert E.

"I hau so long hin, bist du tot bist"

Der 56-Jährige änderte kurzfristig seinen Pläne, bat den Lenker, ihn doch zu seinem Pkw nach Gols zu chauffieren. Der Lenker brachte Robert E. nach Gols, ließ ihn dort aussteigen. Robert E. fuhr sofort nach Halbturn und holte einen 80 Zentimeter langen und drei Zentimeter dicken Holzstiel eines Vorschlaghammers.

Kurz darauf war Robert E. bereits beim Haus der Schwester und schlug zornig zu. Immer wieder soll der wütende 56-Jährige auf die Frau eingeschlagen und dabei laut Anklage gebrüllt haben: "Ich hau' so long hin, bist du tot bist." Couragierte Augenzeugen eilten dem Opfer zu Hilfe, die Schwester erlitt Kopf- und Gesichtsverletzungen sowie einen Bruch des rechten Unterarmes.

12 Jahre Haft

Vor Gericht in Eisenstadt fasste der von Anwalt Manfred Arbacher-Stöger verteidigte Burgenländer schließlich zwölf Jahre Haft aus (nicht rechtskräftig).

Manfred Arbacher-Stöger verteidigt vor Gericht den Täter.
Manfred Arbacher-Stöger verteidigt vor Gericht den Täter.(Bild: Daniel Schreiner)
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