Ein schwerer Vorwurf beschäftigt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt: Eine Mutter (43) soll in ihrem eigenen Zuhause versucht haben, ihren fünfjährigen Sohn zu töten. Die Frau, die ursprünglich aus der Steiermark stammt, befindet sich deshalb seit Juli in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Klagenfurt.
Laut bisherigem Ermittlungsstand soll die Verdächtige dem Buben ein Polster auf das Gesicht gedrückt haben. Ihr Partner soll rechtzeitig eingegriffen, das Kind gerettet und anschließend die Polizei verständigt haben.
Auslöser für den Angriff soll ein Vorfall mit dem Hund der Familie gewesen sein. Der fünfjährige Bub habe das Tier getreten oder verletzt. Daraufhin soll die Situation eskaliert sein. Gegen die Mutter wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft hat die Frau bereits psychiatrisch begutachten lassen. "Es wurde bereits ein psychiatrisches Gutachten über die Frau erstellt. Sie ist laut Gutachter zurechnungsfähig", sagt Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt laut der "Kleinen Zeitung".
Auch ein gerichtsmedizinisches Gutachten liegt inzwischen vor. Alkohol soll bei dem Vorfall keine Rolle gespielt haben. Die Frau bestreitet laut Staatsanwaltschaft, ihren Sohn töten gewollt zu haben. "Die Mutter sagt, sie wollte ihren Sohn nicht umbringen. Sie habe ihn nur einschüchtern wollen", berichtet Kitz.
Wie es mit dem Verfahren weitergeht, ist derzeit noch offen. Wann es zu einer Anklage oder einem Prozess kommen könnte, steht noch nicht fest. Für die Verdächtige gilt die Unschuldsvermutung.