Er zeigt keine Reue

Gefährlichster Häftling Österreichs plötzlich verlegt

Nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft ist jener Syrer, der in Villach einen Mann getötet hatte, aus der JA Klagenfurt verlegt worden.
André Wilding
23.07.2026, 07:43
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Für die Justizanstalt Klagenfurt endet ein besonders schwieriges Kapitel. Jener 24-jährige Syrer, der wegen Mordes und fünffachen Mordversuchs rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, befindet sich nicht mehr in Kärnten.

Nach Informationen der "Kleinen Zeitung" wurde der Mann in die Justizanstalt Stein in Krems an der Donau überstellt. Das Gefängnis gilt als auf Schwerverbrecher und Insassen mit lebenslangen Freiheitsstrafen spezialisiert.

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Eine offizielle Bestätigung der Verlegung gibt es nicht. Die Justizanstalt Klagenfurt verweist gegenüber der Tageszeitung auf den Datenschutz: "Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen sowie zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen können seitens der Justizverwaltung keine Auskünfte zu einzelnen Insassen oder zu konkreten, personenbezogenen Vorkommnissen erteilt werden."

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Die Überstellung soll Mitte Juli erfolgt sein. Laut Justizanstalt wurden dabei besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Details dazu werden nicht genannt. "Wir ersuchen um Verständnis, dass zu konkreten Vorkehrungen aus Sicherheitsgründen keine näheren Angaben gemacht werden können", erklärt ein Sprecher gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Der 24-Jährige hatte in der Justizanstalt Klagenfurt wiederholt für Zwischenfälle gesorgt. Laut Bericht soll er versucht haben, Alltagsgegenstände zu Waffen umzubauen und Teile seiner Zelle zerstört haben.

Bereits im April hatte Anstaltsleiter Josef Gramm die Gefährlichkeit des Insassen hervorgehoben: "Das ist der gefährlichste Häftling, den wir je hatten."

Lebenslange Haft

Das Landesgericht verurteilte den Syrer am 27. Mai rechtskräftig zu lebenslanger Haft. Er hatte am 15. Februar 2025 in Villach einen Menschen getötet und fünf weitere Personen teils lebensgefährlich verletzt. Auch während des Prozesses zeigte der Mann laut Bericht keine Reue.

Sollte die lebenslange Freiheitsstrafe jemals vorzeitig enden, würde laut Bericht ein lebenslanges Aufenthaltsverbot gelten. In diesem Fall würde der Syrer direkt nach seiner Entlassung von der Fremdenpolizei übernommen und in sein Heimatland abgeschoben.

Mit der Verlegung nach Stein sitzt der zu lebenslanger Haft verurteilte Mann nun in einer Justizanstalt, die auf besonders gefährliche Straftäter spezialisiert ist.

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