Justizanstalt Stein in Krems

Häftling schlägt Wächter ins Gesicht – Zwei Verletzte

Ein Häftling attackierte am Freitag in der Justizanstalt Stein einen Beamten. Als Kollegen ihm zu Hilfe eilten, wurde ein weiterer Wächter verletzt.
Victoria Carina  Frühwirth
17.07.2026, 15:59
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Brutale Attacke am Freitagvormittag in der Justizanstalt Stein in Krems: Ein als besonders gefährlich eingestufter Insasse ging in der Sicherheitsabteilung plötzlich auf einen Justizwachebeamten los.

Häftling (23) wurde getasert

Der 23-Jährige soll dem 39-jährigen Beamten ohne Vorwarnung einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben. Sechs Mitglieder der Justizwache-Einsatzgruppe eilten ihrem Kollegen zu Hilfe. Um den Häftling unter Kontrolle zu bringen, kam auch ein Taser zum Einsatz. Dabei wurde ein zweiter Beamter im Alter von 44 Jahren verletzt.

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Er galt als besonders gefährlich

Der 39-Jährige wurde im Gesicht verletzt, zunächst stand ein Nasenbeinbruch im Raum. Der zweite Beamte erlitt eine schwere Rippenprellung. Später gab es Entwarnung: Beide Männer konnten das Spital wieder verlassen, der Verdacht auf Knochenbrüche bestätigte sich nicht.

Der russische Staatsbürger war laut Berichten erst vor Kurzem von der Justizanstalt Innsbruck nach Niederösterreich verlegt worden. In Tirol soll es bereits Schwierigkeiten mit ihm gegeben haben. Nach einem ersten gewalttätigen Übergriff auf eine Beamtin vorige Woche kam er in Stein in die Sicherheitsabteilung.

Gewerkschafter schlägt Alarm

Wie die "NÖN" berichtet, sieht Justizwachegewerkschafter Wolfgang Graf hinter der Attacke ein grundsätzliches Problem. In der Justizanstalt Stein seien nur 84 Prozent der vorgesehenen Stellen besetzt. Besonders im Sommer, an Wochenenden und während der Randdienstzeiten spitze sich die Lage zu.

"Wenn wir von Haus aus zu wenig Leute sind, lässt sich das System nicht aufrecht erhalten", warnt Graf. Die Justizwache sei bereits an ihrer Belastungsgrenze angelangt.

Situation für Justizwachen spitzt sich zu

Auch Volksanwältin Gabriela Schwarz zeigte sich "erschüttert, aber nicht überrascht", heißt es im Bericht. Überfüllte Gefängnisse und überlastetes Personal seien eine gefährliche Mischung. Ohne zusätzliche Beamte könnte sich die Situation weiter verschärfen.

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