Noch immer ist die Betroffenheit der Österreicher groß, wenn sie an den 15. Februar 2025 zurückdenken. An diesem Tag stach ein 23-jähriger Syrer in Villach wahllos auf Passanten ein. Am Ende war ein 14 Jahre alter Bursch tot, fünf weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.
Seitdem sitzt der IS-Anhänger in der Justizanstalt Klagenfurt in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess am 27. bzw. 28. Mai. Seitens der Staatsanwaltschaft werden dem Mann terroristische Straftaten, Mord und Mordversuch vorgeworfen – es gilt die Unschuldsvermutung.
Im Gefängnis sorgte der Syrer jedoch schon für einige Probleme. Wie die "Kleine Zeitung" unter Berufung auf Gefängnischef Josef Gramm berichtet, seien "alle Deradikalisierung-Maßnahmen gescheitert". Er könne sich nicht erinnern, in Kärnten jemals so einen Insassen gehabt zu haben. Gramm geht sogar so weit zu sagen, dass der Syrer der "gefährlichste Häftling" sei, den man "je hatte".
Der Mann soll sehr stark zu Gewalt neigen. Er versuche alle Gegenstände, die man ihm gebe, zu einer Waffe umzufunktionieren, so der Gefängnisdirektor. Auch eine Fernbedienung konnte er irgendwie zu einer Stichwaffe umbauen. Des Weiteren soll er einen Fernseher kaputt getreten haben.
Man müsse ihn von den anderen Häftlingen komplett isolieren, auch seine Zelle müsse mit einer Videokamera überwacht werden. Zum Einnehmen seiner Mahlzeiten erhält der 23-Jährige nur weiches Einweg-Besteck und Pappteller. Zudem sei sein Bett festgeschraubt.
Alles was der junge Mann als Waffe verwenden könnte, sei ihm abgenommen worden. Laut Gramm sei der Syrer "jederzeit bereit, Menschen zu töten". Auch der Prozess gegen ihn am Klagenfurter Landesgericht könne nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.