Im Bereich Lesachtal in Kärnten bleibt die Lage angespannt: Ein großflächiger Waldbrand hat sich dort seit Donnerstag auf rund 70 Hektar ausgebreitet. Die Löscharbeiten laufen auch am Wochenende auf Hochtouren.
Besonders aus der Luft wird massiv unterstützt. Am Samstag (25. April) sind insgesamt sieben Hubschrauber im Einsatz – darunter Maschinen von Polizei und Innenministerium sowie ein Black Hawk des Bundesheeres. Sie bringen Wasser in schwer zugängliche Waldgebiete.
Es kämpfen bis zu 220 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Immer wieder werden neue Glutnester entdeckt, die sich durch Wind schnell wieder entzünden können. Bisher waren auch schon einige Trinkwasserquellen von Brand betroffen. Diese wurden abgeschlossen, um eine Verunreinigung zu vermeiden.
Der Bürgermeister von Lesachtal, Bernhard Knotz (ÖVP), beschreibt die Situation laut ORF vorsichtig optimistisch: "Es hat sich ein bisschen beruhigt. Allerdings sind die ganzen Glutnester natürlich unter der Erde drin. Je nachdem, wie die Windverhältnisse sich verhalten, werden wir sehen, wie es sich heute wieder entwickelt."
Auch die Infrastruktur ist betroffen: Die B111 im Abschnitt Lesachtal bleibt weiterhin gesperrt, die Zufahrt ist nur eingeschränkt möglich. Gleichzeitig konnte die Trinkwasserversorgung für St. Lorenzen gesichert werden, nachdem einzelne Quellen vorsorglich abgeschaltet wurden.
Ausgangspunkt des Brandes war der Bereich Promeggen östlich von Maria Luggau. Dort hatte sich das Feuer aufgrund der Trockenheit rasch ausgebreitet und große Waldflächen erfasst.