Sicherheitsring um Gericht

Hochsicherheits-Zone! Villach-Attentäter vor Gericht

Nach dem tödlichen Messer-Attentat von Villach muss sich ein 23-Jähriger im Mai vor Gericht verantworten – unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen.
Christoph Weichsler
31.03.2026, 15:23
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Ein ganzes Land stand unter Schock: Mitten in Villach stach ein 23-Jähriger im Februar 2025 auf Passanten ein. Ein 14-jähriger Bub verlor dabei sein Leben, fünf weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Tat sorgte für Trauer, Wut und große Verunsicherung.

Mehr als ein Jahr später beginnt nun die Aufarbeitung dieses Terror-Attentats vor Gericht. Am 27. und 28. Mai muss sich der mutmaßliche Täter am Landesgericht Klagenfurt vor einem Geschworenengericht verantworten. Schon jetzt ist klar: Der Prozess wird unter außergewöhnlichen Bedingungen stattfinden – berichtet die "Kleine Zeitung".

Angst sitzt noch tief

Die Bilder von damals sind noch präsent: Kerzen, Blumen und stille Trauer mitten in der Stadt. Für viele Menschen ist das Sicherheitsgefühl seither ein anderes. Genau deshalb wird der Prozess von massiven Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Polizei und Justizwache werden mit zahlreichen Kräften im Einsatz sein – sowohl im Gerichtsgebäude als auch im Umfeld. Ziel ist es, jede mögliche Gefahr von vornherein auszuschließen.

Auch für Zuschauer gelten klare Regeln: Wer den Prozess verfolgen will, muss sich vorab registrieren. Ohne Anmeldung und gültigen Lichtbildausweis ist kein Zutritt möglich. Die Plätze im Saal sind begrenzt, die Nachfrage dürfte entsprechend hoch sein. Im gesamten Gebäude gilt zudem ein striktes Verbot von Foto-, Video- und Tonaufnahmen. Selbst Zeichnungen aus dem Verhandlungssaal sind untersagt. Auch die Namen der am Verfahren Beteiligten dürfen nicht veröffentlicht werden.

Terror-Vorwurf wiegt schwer

Die Anklage zeichnet ein klares Bild: Der 23-Jährige soll gezielt im Sinne der Terrororganisation Islamischer Staat gehandelt haben. Laut Staatsanwaltschaft ging es ihm darum, Angst zu verbreiten und die Zivilbevölkerung massiv einzuschüchtern.

Bewaffnet mit einem Klappmesser griff er wahllos Menschen an. Die Attacke kam plötzlich und ohne Vorwarnung – für die Opfer blieb kaum Zeit zu reagieren. Die Brutalität der Tat sorgte weit über Kärnten hinaus für Entsetzen.

Geständig, Haft droht

Seit dem Attentat sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Ein psychiatrisches Gutachten kommt zum Schluss, dass er zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war. Alkohol oder Drogen spielten keine Rolle.

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Besonders brisant: Der Angeklagte hat die Tat von Anfang an gestanden. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt jedoch die Unschuldsvermutung. Mit dem Prozess rückt eines der erschütterndsten Terror-Attentate der letzten Jahre wieder ins Zentrum – und für die Betroffenen beginnt erneut eine schwere Zeit.

{title && {title} } CW, {title && {title} } 31.03.2026, 15:23
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