Beran A. vor Gericht

Swift-Anschlagspläne – Termin für Mega-Prozess fix

Der Prozess um den geplanten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien startet Ende April – mehrere Verhandlungstage sind eingeplant.
Niederösterreich Heute
12.03.2026, 11:47
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Der Prozess gegen einen 21-Jährigen wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags auf das für 9. August 2024 angesetzte Taylor-Swift-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion beginnt am 28. April am Landesgericht Wiener Neustadt. Insgesamt sind vier Verhandlungstage angesetzt, wie Gerichtssprecher Hans Barwitzius am Donnerstag mitteilte. Dem Angeklagten Beran A. werden unter anderem terroristische Straftaten und die Beteiligung an einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Nach dem Auftakttermin am 28. April soll das Verfahren laut Gericht am 12., 19. und 21. Mai fortgesetzt werden. Die Verhandlungstage seien jeweils ganztägig geplant, erklärte Barwitzius.

Anleitung zum Bombenbau beschafft

Laut Anklage soll sich der 21-Jährige bereits ab Mai 2023 mit Anschlagsplänen beschäftigt haben. Er soll sich unter anderem eine Anleitung zum Bombenbau beschafft und sich im Umgang mit Sprengstoff schulen lassen. Zudem wird ihm vorgeworfen, zu einem Anschlag im März 2024 in Mekka beigetragen zu haben. Der Mann wurde im August 2024 festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Bereits zuvor hatten sich mehrere Anklagen und Prozesse mit dem mutmaßlichen Terrornetzwerk rund um den Beschuldigten beschäftigt. Der Hauptverdächtige soll sich wiederholt mit Gleichgesinnten ausgetauscht haben. Laut Behörden wurde die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) durch Hinweise eines ausländischen Partnerdienstes rechtzeitig auf mögliche Anschlagspläne gegen die dreitägige Konzertreihe aufmerksam.

IS-Propagandamaterial verbreitet

Die Staatsanwaltschaft Wien, die Anklage erhoben hat, wirft dem 21-Jährigen außerdem vor, mehrfach versucht zu haben, Schusswaffen sowie eine Handgranate über illegale Händler zu beschaffen und nach Österreich zu bringen. Zudem soll er Propagandamaterial der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) verbreitet und sich offen zu dieser bekannt haben. Über Snapchat-Videos soll er zudem zu terroristischen Straftaten aufgerufen haben.

Der Angeklagte soll außerdem einen Attentäter, der in Mekka mehrere Menschen mit einem Messer schwer verletzte, psychisch unterstützt und zur Tat bestärkt haben. Darüber hinaus sollen weitere Anschläge in Dubai und Istanbul geplant gewesen sein.

Für die ihm vorgeworfenen terroristischen Straftaten drohen Beran A., der in Ternitz im Bezirk Neunkirchen gemeldet ist, unter Berücksichtigung seines Alters zum Tatzeitpunkt bis zu 20 Jahre Gefängnis. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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