Ein Chemie-Zwischenfall in einem Papierwerk in Ortmann / Pernitz (Bezirk Wiener Neustadt-Land) löste am Mittwoch einen Großeinsatz aus. Nach einer Fehlbetankung reagierten zwei Chemikalien miteinander – die Temperatur in einem 45.000-Liter-Tank stieg stark an und ein Gemisch trat aus.
Kurz nach Mittag rückten am 11. März mehrere Feuerwehren aus dem Abschnitt Gutenstein sowie der Schadstoffzug aus dem Bezirk Wiener Neustadt aus. Auch die laut Alarmplan zuständige Dekontaminations-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Aspang sowie der Schadstoffberatungsdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes waren alarmiert.
Die Betriebsfeuerwehr des Unternehmens griff sofort ein und setzte erste Maßnahmen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Parallel dazu liefen umfangreiche Kühlmaßnahmen. Spezialisten der Feuerwehr gingen anschließend in Chemieschutzanzügen zur Gefahrenstelle vor und nahmen Proben.
Der Lenker des beteiligten Lkw, in dem die chemische Reaktion auftrat, wurde vorsorglich vom Roten Kreuz ins LKH Wiener Neustadt gebracht, konnte das Krankenhaus jedoch am späten Nachmittag unverletzt wieder verlassen.
Nach der Beurteilung durch Chemiker vor Ort konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Andreas Greiner, der Werksleiter des Unternehmens, erklärte: "Durch die schnelle Reaktion unserer Betriebsfeuerwehr und mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Umland konnten wir die Situation rasch unter Kontrolle bringen. Für die Umgebung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr."
Im Einsatz standen acht Feuerwehren mit fast 100 Kräften. Zusätzlich waren sechs Fahrzeuge des Rettungsdienstes vor Ort – inklusive mobiler Leitstelle der Rettungsleitstelle Notruf Niederösterreich.