Attentäter vor Gericht

IS-Fan hinter Panzerglas – so läuft der Villach-Prozess

Am 27. Mai beginnt der Prozess um den Anschlag von Villach. Es werden "höchste Sicherheitsvorkehrungen" herrschen.
Newsdesk Heute
04.05.2026, 20:41
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Es war ein trauriger Tag in der Geschichte der Zweiten Republik: Am 15. Februar 2025 stach in Villach ein Syrer (23) auf mehrere Passanten ein. Dabei wurde ein 14-jähriger Bursch getötet, fünf weitere Menschen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt.

Dem Angeklagten, der mit dem Islamischen Staat (IS) sympathisieren soll, werden Mord, mehrfacher Mordversuch und terroristische Straftaten vorgeworfen. Am 27. und 28. Mai muss er sich vor dem Klagenfurter Landesgericht verantworten. Es könnte ein spektakulärer Prozess werden, denn die Sicherheitsvorkehrungen sollen erheblich hochgefahren werden.

"Jedes Risiko ausschließen"

Genaue Details wurden nicht genannt, aber wie die "Kleine Zeitung" unter Berufung auf das Gericht schreibt, soll erstmals eine Glas-Trennwand zum Einsatz kommen. Durch das Panzerglas soll der Syrer von den Prozessteilnehmern abgeschirmt werden. Dabei handle es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Man wolle "jedes Risiko ausschließen". Eine Gefahr bestehe laut dem Landesgericht für niemanden.

Des Weiteren soll auch das Anfertigen von Bild- und Tonaufnahmen während des Prozesses verboten sein. Nicht einmal Zeichnungen von der Verhandlung dürfen gemacht werden. Zudem sollen Medien keine am Prozess beteiligten Justizangehörigen namentlich nennen.

In Haft isoliert

Die Sicherheitsvorkehrungen sind kein Zufall. Auch in der Justizanstalt Klagenfurt, wo der Beschuldigte derzeit in U-Haft sitzt, wurden die Maßnahmen verstärkt. Laut dem Gefängnischef sei der zur Tatzeit 23-Jährige der "gefährlichste Häftling", den man "je hatte".

Von Mithäftlingen sei der Syrer isoliert, seine Zelle werde videoüberwacht und sein Bett habe man festschrauben müssen. Zum Einnehmen seiner Mahlzeiten erhält der Angeklagte nur weiches Einweg-Besteck und Pappteller. Alles, was der junge Mann als Waffe verwenden könnte, sei ihm abgenommen worden. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

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