Streit um Krebspatienten: Zu viele ins AKH geschickt

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Das AKH Wien beklagt bei der Krebs-Behandlung die Kapazität. Zu viele Patienten werden nach Wien geschickt und nicht in ihrem Heimatspital behandelt.

Das AKH Wien stößt an seine Grenzen. Viele Krebspatienten aus den Bundesländern müssen nach Wien pilgern, wo die Behandlung zwar bezahlt wird, jedoch nur begrenzte Kapazitäten bestehen.

Auch das Budget wird dadurch sehr stark belastet, lautet die Kritik von AKH-Leiter Herwig Wetzlinger in der "ZiB 1". Er fordert eine zusätzliche bundesländerübergreifende Finanzierung.

Seit 1997 gilt in Österreich die "Gastpatienten-Regelung". Die Kosten übernimmt demnach jenes Bundesland, in dem die Patienten behandelt werden.

Rund ein Drittel der Krebspatienten im AKH stammt aus Niederösterreich und dem Burgenland. „Wir sagen natürlich immer Ja und weisen niemanden ab. Aber wir stoßen an unsere Grenzen! Wir können nicht alle behandeln." Gero Kramer, Urologe am Wiener AKH gegenüber der "Kronen Zeitung"

In Österreich leben rund 340.000 Menschen mit der Diagnose Krebs, jährlich erkranken ca. 40.000 Personen. "Wir wollen die wirksamsten Medikamente und den gleichen Zugang für alle. Es kann nicht sein, dass immer mehr krebskranke Menschen die lange Fahrt nach Wien auf sich nehmen müssen, um die medizinische Hilfe zu finden, die sie brauchen", sagt SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher.

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