Streit um letztes TV-Duell: FPÖ-Hofer "klagt" den ORF

Ein Recherchefehler Armin Wolfs sorgt für Wirbel am Küniglberg. ORF-Kollegen kritisierten den Moderator dafür scharf. Und jetzt legt Norbert Hofer mit einer Beschwerde bei der Medienbehörde nach.

Ein Recherchefehler sorgt für Wirbel am Küniglberg. ORF-Kollegen kritisierten den Moderator dafür scharf. Und jetzt legt Norbert Hofer mit einer Beschwerde bei der Medienbehörde nach.

Hofer hatte über seine Israel-Reise 2014 berichtet: "Zehn Meter neben" ihm sei eine mit "Handgranaten und Maschinenpistole bewaffnete Terroristin erschossen" worden. Im ORF-Duell legte Recherchen ihres Kollegen Wolf vor: Es habe keinen solchen Vorfall gegeben. "Heute" deckte den ORF-Schnitzer auf: Es gab einen Vorfall, Hofer war in der Nähe. Allerdings war die Verdächtige unbewaffnet, keine Terroristin und überlebte.

Tags darauf attackierten laut "profil" ORF-Kollegen Wolf heftig. In der ZiB folgte eine Klarstellung, Hofers Wahrnehmungen seien "nachvollziehbar". Der FPÖ-Politiker gibt sich damit nicht zufrieden. Anwalt Michael Rami reichte am Montag Beschwerde bei der KommAustria ein: Der ORF habe den "falschen Eindruck vermittelt, dass der geschilderte Vorfall gar nicht stattgefunden hätte".

Und Thurnher habe versucht, Hofer "mit bestimmten Stilmitteln (Sprechen im Singsang-Ton, übertriebenes Augenrollen, Wort- und Satzwiederholungen wie gegenüber einem trotzigen Kind) lächerlich zu machen". Gefordert wird die Feststellung von Verstößen gegen das Gesetz und die Urteilsveröffentlichung.

(enu)

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