Politik

Streit um zweites Kindergartenjahr

Die Gemeinden bremsen bei der geplanten Einführung eines verpflichtenden zweiten Kindergartenjahres und bezweifeln die Sinnhaftigkeit.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:49

"Wir wehren uns ganz einfach dagegen, dass der Bund etwas anschafft, das die Gemeinden zahlen müssen", sagte Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl (ÖVP) im "Ö1-Morgenjournal".

Schon die Verpflichtung des ersten Kindergartenjahres habe die Probleme, die es insbesondere in Wien gebe, nicht lösen können, sagte Riedl. Ohne Sanktionen würde man die Problemfälle nämlich ohnehin nicht in die vorschulische Ausbildung bringen. "Eine Verpflichtung ohne Konsequenzen hat auch beim ersten Kindergartenjahr nichts gebracht."

Kostenersatz gefordert

Für ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr fordern die Gemeinden einen Kostenersatz durch den Bund. Der Bund müsste rund 100 Millionen Euro pro Jahr zahlen, damit die Umsetzung gelingen kann. Die Gemeinden geben pro Jahr rund eine Mrd. Euro für vorschulische Betreuung aus. (Red)

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