Vom YouTube-Star zum Battlerapper – und jetzt zum Rundumschlag auf Albumlänge: BeastBoy dreht gerade komplett auf. In den letzten Monaten hat sich der frühere "Taddl" bei DLTLLY erstmals ernsthaft in der Battle-Szene etabliert und dort direkt für Aufsehen gesorgt. Sein erstes On-Beat-Battle? Für viele ein Klassiker, noch bevor der Staub sich gelegt hat.
Der kleine Dämpfer gegen Ssynic im Acapella-Format scheint ihn dabei kaum zu jucken. Statt Rückzug gibt’s jetzt die Offensive. Und zwar mit Ansage.
Unter dem Titel "Feuer in der Lunge" haut BeastBoy eine 16-minütige Live-Performance raus, die sich anfühlt wie ein einziger Disstrack ohne Pause. Themen: seine Niederlage, die Szene – und vor allem große Namen.
Und dann fällt dieser Satz über Bushido.
Der Berliner Rap-Mogul, sonst eher bekannt für Deals im Millionenbereich, soll laut BeastBoy bei einer Zusammenarbeit mit dessen Produzenten plötzlich auf Sparflamme geschaltet haben. Trotz angeblichem Multimillionärs-Status habe er den Beatpreis auf gerade einmal 200 Euro runtergehandelt.
Eine Line, die sitzt. Gerade in einer Szene, in der sich viele gern mit Reichtum schmücken. Fast wie ein Seitenhieb aus einem alten Aggro-Disstrack, nur mit moderner Ironie serviert.
Doch damit nicht genug.
Auch Laas bekommt sein Fett weg, inklusive bissigem Wortspiel über seine Rolle als Ghostwriter. Und Kollegah wird ebenso erwähnt wie Capital Bra oder Fler. Alle eingebaut in eine Abrechnung, die stellenweise mehr an eine Cypher mit versteckten Disses erinnert als an eine klassische Performance.
Selbst vor der Influencer-Welt macht BeastBoy keinen Halt. Mit Andeutungen über mögliche "Epstein Files" im Creator-Kosmos und einer namentlichen Erwähnung von Unge geht er dahin, wo es richtig unangenehm wird.