Strengere Regeln für Smartphones am Steuer

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Künftig sollen beim Autofahren nur noch das Telefonieren per Freisprecheinrichtung und das Verwenden des Handys als Navigationsgerät erlaubt sein, wie eine Gesetzesnovelle vorsieht.

An der Ampel E-Mails checken oder schnell ein SMS schreiben - das wird künftig mit Strafe verboten sein, wie die Novelle vorsieht. Demnach dürfen Autofahrer künftig nur mehr Telefonieren mit Freisprecheinrichtung und das Verwenden des Handys als Navigationsgerät – sofern eine Halterung (an der Windschutzscheibe) existiert, wie der "Kurier" berichtet.

Hintergrund: Das Kraftfahrzeuggesetz (KFG) ist büer 15 Jahre alt und stammt aus einer Zeit, als man noch nicht E-Mails schrieb, und von SMS noch keine Rede war. Bloß das "Telefonieren ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung" war verboten.

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit werden jeden Tag auf Österreichs Straßen rund 900.000 Telefonate ohne Freisprech-Einrichtung geführt und rund 200.000 SMS von Autofahrern verschickt.
Strafen von 50 bis 72 Euro

Rund 200.000 Autofahrer wurden im Vorjahr wegen "Handy am Steuer" mit Strafen zwischen 50 und 72 Euro belangt. Seit 2005 gab es mehr tödliche Unfälle durch Ablenkung verursacht.

ÖAMTC: "Blindflug"

Eine aktuelle Studie des ÖAMTC zeigt etwa, dass ein Blick auf ein Gerät im Fahrzeug - ja nach aktueller Geschwindigkeit - bis zu 100 Meter "Blindflug" bedeuten können. Daher ist der Vorstoß des Gesetzgebers als bewusstseinsbildende Maßnahme zu begrüßen, so der Club.

 

 

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