Student manipulierte 90 Mal seine Prüfungsnoten

Ein Student aus den USA stahl die Zugangsdaten seiner Dozenten und veränderte über Monate hinweg seine Leistungen. Ihm droht nun eine Haftstrafe.

Gleich mehrere Vergehen werden Trevor Graves zur Last gelegt. Der 22-jährige Amerikaner war bis vor einem Jahr Student an der Universität von Iowa. Dort soll er über 90 Mal nachträglich seine eigenen Noten zum Besseren geändert haben. Auch habe er die Zeugnisse von Mitstudenten manipuliert und Prüfungsfragen im Voraus an seine Kollegen verteilt, sagt das FBI.

Trevor ist kein Hacker im klassischen Sinne. Er nutzt sogenannte Keylogger, die er heimlich an den USB-Anschluss der Professoren-PCs steckte. Die Geräte protokollierten alle Tastatureingaben und sammelten so auch alle Passwörter. Damit gelangte er ins System der Universität und bügelte dort nach Belieben seine Leistungen zurecht. Der Spaß dauerte knapp 21 Monate.

Bis zu zehn Jahren Gefängnis

Erst nachdem eine Professorin eine nachträgliche Notenänderung bemerkte, die sie so nicht autorisiert hatte, kam man dem Treiben von Trevor auf die Schliche. Nebst der Campus-Polizei begann nun auch das FBI zu ermitteln.

Bei Trevor zu Hause, unweit vom Campus, fanden die Behörden diverse Keylogger mit besagten Login-Daten. Zudem konnten Chats auf seinem Handy belegen, dass er sich mit Kollegen über seine Aktionen ausgetauscht hatte.

Keylogger

Keylogger werden meist per USB an PCs angeschlossen. Die Geräte protokollieren alle Tastatureingaben und sammeln so auch alle Passwörter.

Für die Untersuchungen gab die Universität laut der "New York Times" rund 68.000 Dollar aus. Trevor Graves' studentische Karriere endete mit seiner Festnahme. Ihm drohen nun bis zu zehn Jahre Gefängnis. (hau)

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