Studentin vergewaltigt: Das Notruf-Protokoll

Eric X. soll eine Studentin vor den Augen ihres Freundes vergewaltigt haben. Dieser wählte den Notruf - und wurde abgewiesen.

Der Fall sorgte über die Grenzen Deutschlands hinaus für blankes Entsetzen: Ein Studentenpärchen wollte Anfang April ein romantisches Camping-Wochenende im Erholungsgebiet Bonner Siegaue verbringen. Am Ende wurde es eine Horror-Erlebnis.

Beim zweiten Prozesstag in Bonn im Fall des Campingplatz-Vergewaltigers stockte allen Anwesenden der Atem, als die Aufnahme des Notrufs abgespielt wurde. Darauf zu hören: Eine Männerstimme, die leise und gepresst spricht.

Das Protokoll sorgte für Fassungslosigkeit

Während seine Freundin vor seinen Augen vergewaltigt wurde, griff der Student zum Handy und wählte den Notruf. Dabei wurde er nicht ernst genommen.

Nun veröffentlichte die Bild-Zeitung das Protokoll des Anrufs, der am 2. März um 0.24 in der Leitstelle Siegburg einging:

Er: "Meine Freun­din wird ge­ra­de ver­ge­wal­tigt. Von einem Schwar­zen"

Polizistin: "Da geht je­mand Ihre Freun­din an."

Er: "Er hat eine Ma­che­te dabei."

Polizistin: "Sie wol­len mich nicht ver­ar­schen, ja?"

Er: "Nein, nein. Er ver­ge­wal­tigt sie ge­ra­de. Bitte schi­cken Sie je­man­den."

Polizistin: "Ja, ich schick je­man­den. Tschö."

Danach legte die Beamtin auf. Während der ganzen Aufnahme konnte man leises Wimmern einer Frau wahrnehmen.

Beamter als Zeuge

Nachdem niemand kam, wählte der Student erneut den Notruf. Diesmal ging ein Polizist ran, der dem 26-Jährigen die Nummer einer anderen Dienstelle gab. Die würden das erledigen.

Erst nach weiteren zehn Minuten kamen Beamte am Tatort an. Von dem Täter fehlte jede Spur. Ein Polizist, der als Zeuge geladen war, erinnerte sich, dass der junge Mann unter Schock stand, das Mädchen immer wieder weinend zusammen brach.



(slo)

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