Gesundheit

Studie: Dieser Vitalstoff verkürzt deine Covidinfektion

Seit Jahrzehnten bei Verkühlung eingesetzt, zeigt eine neue Studie den positiven Einfluss von Zink auch bei Corona.

Sabine Primes
Das Spurenelement ist in der Apotheke und Drogerie rezeptfrei erhältlich.
Das Spurenelement ist in der Apotheke und Drogerie rezeptfrei erhältlich.
Getty Images/iStockphoto

Das Spurenelement Zink wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt, wobei seine Wirksamkeit durch klinische Studien belegt ist. Es hilft auch bei der Wundheilung, Hormonbildung oder Spermienbildung und ist gut für Haut, Haare und Nägel. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Zink sehr erfolgreich in der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen eingesetzt werden kann, wenn es innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der Symptome verabreicht wird. Es gibt jedoch nur sehr wenige Informationen über die Rolle und Wirkung von Zink bei der Coronavirus-Erkrankung.

In einer neuen Studie wurde nun ein Zusammenhang zwischen oral verabreichtem Zink und einer geringeren Schwere und Dauer von SARS-CoV-2-Infektionen hergestellt. Sie wurde in der Zeitschrift "Clinical Infectious Diseases" veröffentlicht. 470 Personen mit einer moderaten Coronainfektion wurden in die Studie inkludiert. Davon bekamen 231 Patienten zwei Mal am Tag 25mg Zink-Tabletten für 15 Tage verabreicht, 239 Probanden erhielten Placebo. Die Studie wurde in mehreren Gesundheitszentren in Tunesien durchgeführt.

Kürzer krank, 42 Prozent geringere Sterbewahrscheinlichkeit

Jene Patienten, die 15 Tage lang zweimal täglich oral Zink einnahmen, hatten eine um 42 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, zu sterben und auf die Intensivstation aufgenommen zu werden (die 30-Tage-Sterblichkeit lag bei 6,5 Prozent in der Zinkgruppe und bei 9,2 Prozent in der Placebo-Gruppe). Außerdem waren die Krankenhausaufenthalte und die Krankheitsdauer kürzer, berichteten die Forscher. 

Zink, das unterschätzte Spurenelement
Zink gehört zu den unentbehrlichen Spurenelementen für den Stoffwechsel. Da der Körper es aber nur in geringen Mengen speichern kann, ist es wichtig, es regelmäßig zuzuführen. Das geschieht normalerweise über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel – vor allem dann, wenn man Vegetarier oder Veganer ist. Denn in pflanzlichen Nahrungsmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide sind geringere Mengen Zink enthalten als in Fleisch. Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel enthalten besonders viel. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es in der Apotheke und Drogerie rezeptfrei erhältlich.

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