Das Gesundheitsministerium hat erstmals Daten an den internationalen "Childhood Obesity Surveillance Initiative (COSI)"-Bericht geliefert und im Zuge dessen festgestellt, wie es um das Körpergewicht der österreichischen Volksschulkinder steht.
Der Body Mass Index (BMI), Bauch- und Hüftumfang, Größe, Geschlecht, Körpergewicht und Alter von 2.510 Kindern aus 97 zufällig ausgewählten Volksschulen in allen Bundesländern (zu etwa gleichen Teilen Mädchen und Buben) wurden erfasst und ausgewertet.
Das sind die Ergebnisse
Bei den 8-jährigen Burschen ist das Ergebnis österreichweit nahezu einheitlich: Fast jeder Dritte (30 Prozent) ist übergewichtig, krankhaft übergewichtig (adipös) oder sogar morbid adipös.
Der höchste gemessene BMI eines Jungen lag bei 37,55. Das entspricht der zweithöchsten Adipositas-Stufe der Weltgesundheitsorganisation. Ein achtjähriger Bub mit einem solchen Wert wäre beispielsweise 1,41 Meter groß und würde dabei 75 Kilo wiegen.
Österreichs achtjährige Mädchen sind etwas weniger oft übergewichtig. Hier liegt der Wert zwischen 20,6 und 29,1 Prozent. In etwa jedes vierte Mädchen ist übergewichtig, krankhaft übergewichtig oder morbid adipös.
Regionale Unterschiede
Die meisten morbid fettleibigen Buben gibt es im Süden Österreichs (5,2 Prozent). Ansonsten ist das regionale Gefälle vor allem bei Mädchen stark zu beobachten.
Während die Mädels im Westen Österreichs weniger übergewichtig sind, ist der Wert im Osten um einige Prozentpunkte höher.
Faktoren
Aus dem Bericht gehen einige Faktoren hervor, die Einfluss auf das Gewicht der Schüler haben.
- Die Verfügbarkeit von (kostenlosem) Gemüse in den Schulen wirkt sich positiv auf die Ernährungsgesundheit der Kinder aus.
- Das Wohnumfeld kann sich hingegen negativ niederschlagen: Im städtischen Umfeld sind mehr Volksschüler übergewichtig als im ländlichen Raum.
Die gezielte Förderung von gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und Gesundheit im schulischen Umfeld bezeichnet das Ministerium als wünschenswert.
Lesen Sie hier den gesamten Bericht! (red)