Studie: Sprachförderung im Kindergarten wirkt

Pädagogin bei der Arbeit mit den Kindern.
Pädagogin bei der Arbeit mit den Kindern.iStock
Um Sprachdefizite frühzeitig abfangen zu können, gibt es schon in den Kindergärten Förderungen. Die Stadt Wels hat nun untersucht, ob das auch wirkt.

Der Mangel an Sprachkomptenz kann sich negativ auf die persönliche und berufliche Entwicklung auswirken. Besonders betroffen sind oft Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Seit dem Jahr 2016 werden in Wels deshalb Kinder ab dem dritten Lebensjahr in der deutschen Sprache gezielt gefördert. Die Bundesförderung, die vom Land ausbezahlt wird, gibt es erst pro Kindergartenkind ab dem vorletzten Kindergartenjahr (Vierjährige). Wels trägt somit die Kosten für die frühere Förderung ab drei Jahren selbst.

Das ist auch einer der Gründe, warum die Stadt nun untersucht hat, ob die Sprachförderung auch wirkt. Denn In den städtischen Kindergärten herrscht eine sehr hohe Dichte an Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache. Aktuell werden 1.334 Kinder zwischen drei und sechs Jahren betreut. 964 Kinder werden sprachgefördert, das sind rund 72 Prozent.

Kinder zwei Mal gestestet

Die Untersuchung erfolgte durch das  Institut für Forschung und Entwicklung der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. 297 Kindern wurden jeweils zwei Mal getestet, in zwei verschiedenen Kindergartenjahren.

Das Ergebnis: Die Bewertung zeigt eine deutliche und hochsignifikante Zunahme von sprachlicher Kompetenz in allen drei Bereichen, sowohl dem Sprachverständnis als auch der Sprachanwendung betreffend. Ein Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht dabei nicht. Kurz zusammengefasst: Die Sprachkompetenz hat sich bei allen erkennbar verbessert.

"Unsere Sprachförderung wirkt. Nur mit ausreichenden Sprachkenntnissen ist ein erfolgreicher Bildungs- und auch späterer Berufsweg möglich. Ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für alle, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, würde deshalb besonders jenen Kindern zu Gute kommen, die sonst nur ein Jahr gehen würden", sagt Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) dazu.

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