Große Enttäuschung

Sturz, keine Medaille: Star erhebt Olympia-Vorwürfe

Vinzenz Geiger startete als Mitfavorit in die Olympia-Bewerbe der Nordischen Kombinierer. Am Ende ging er leer aus. Und erhob nun Vorwürfe.
Sport Heute
08.05.2026, 12:57
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Gold 2018 im Team, Gold 2022 von der Normalschanze, dazu eine Silbermedaille mit der Mannschaft – bisher war Geiger bei Olympischen Winterspielen ein Medaillengarant für Deutschland. Im Februar ging der Deutsche in Predazzo allerdings leer aus. Er landete auf den Rängen neun und zehn in den Einzelbewerben von Normal- und Großschanze, belegte im Team-Sprint bloß Rang fünf.

Gerade das Team-Ergebnis an der Seite von Johannes Rydzek schmerzt Geiger bis heute. Der Deutsche mischte bis zuletzt um die Medaillenränge mit, ehe er im Schneetreiben von Predazzo gleich zweimal stürzte und damit sämtliche Medaillenhoffnungen wegwarf.

"Dieses Jahr ist schon alles sehr, sehr blöd gelaufen. Ich weiß, dass ich mir nichts vorwerfen kann. Ich habe alles so gut wie möglich geplant, war gut vorbereitet. Dass es am Tag X dann nicht aufgeht, da war auch sehr viel Pech dabei", erklärte Geiger im Podcast "Deep Dive".

"Nicht proefessionell"

Er habe sich auch im Team-Sprint gut gefühlt. "Ich bin eigentlich ganz normal gelaufen, dann ist mein linker Ski weggebrochen und dann lag ich auf der Schanze. Das ging alles so schnell, so schnell kann man gar nicht denken", erinnerte sich der deutsche Top-Kombinierer an seinen Sturz. Er rappelte sich auf, kämpfte weiter. Danach kam es aber noch dicker. "Ich bin aufgestanden und hatte so viel Schnee unter dem Ski, dass ich gleich nach ein paar Metern nochmal gestürzt bin. Da habe ich gewusst, dass es vorbei ist", erzählte Geiger.

Danach übte der 28-Jährige aber auch deutliche Kritik an den Veranstaltern. Die Pistenbedingungen waren im Schneetreiben von Predazzo ohnehin schwer gewesen, gleichzeitig habe er aber auch ein Loch in der Loipe erwischt. "Ich habe wirklich nicht gewusst, wie das passieren konnte, es war keine Abfahrt. Ich wollte an der Gruppe links vorbei und bin dann in ein Loch reingefahren", schilderte Geiger. Und klärte dann auf: "Es lag wohl mal ein Kabel dort, das hat ein Loch in den Schnee gegraben. Dann hat es drübergeschneit und ich bin wohl eingebrochen", so der Deutsche. Bestätigen könne er diese Theorie aber nicht.

Predazzo als Austragungsort sei "höchst professionell, aber wenn dann Olympische Spiele sind, da mischen sich auf einmal alle ein und dann wird es natürlich schwierig. Bei uns waren die Bedingungen nicht professionell gelöst", übte Geiger Kritik.

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